Rhein-Pfalz Kreis Schlagzeilen 2016: Lekkerland eröffnet neues Logistikzentrum
Vom Tabak bis zur Tiefkühlpizza werden seit Oktober Tausende von Waren für den Unterwegskonsum in Bobenheim-Roxheim gelagert, damit sie von dort schnell und frisch zu rund 4000 Tankstellen und Kiosken im Rhein-Main-Neckar-Gebiet geliefert werden können. Das neue Logistikzentrum des Großhandelsunternehmens Lekkerland beeindruckt vor allem durch seine ausgeklügelte Lagerwirtschaft. Zur Eröffnung erscheinen viele Dorfpolitiker, weil sie daran mitgewirkt haben, dass die 200 Mitarbeiter beschäftigende Firma nicht nach Frankenthal abgewandert ist. Nach jahrelanger Restaurierung feiert Dirmstein im Mai, dass das Wingertshäuschen am Jesuitenhof in neuem Glanz erstrahlt und künftig als Treffpunkt und Veranstaltungsort genutzt werden kann. Um den Gartenpavillon auf dem ehemaligen Klostergelände haben sich die Mitglieder der Vereine St. Michael und Alte Sandkaut verdient gemacht. Im Februar wird eine gute Idee in die Tat umgesetzt: die Gründung eines Vereins für Nachbarschaftshilfe in Beindersheim. Er soll dafür sorgen, dass die Bürger einander näher kommen und sich in Notfällen gegenseitig helfen. Die Ortsgemeinde unterstützt das Projekt und wird Mitglied im Vorstand. Mitinitiatorin Sonja Welz muss aus gesundheitlichen Gründen noch im selben Jahr den Vorsitz aufgeben. Seit Langem ist der Ausbau der Beregnung nördlich der A 6 mit Rheinwasser geplant. Doch bisher hakte es bei der Finanzierung des auf zehn Millionen Euro geschätzten Projekts. Im Oktober stellt das Landesumweltministerium 5,8 Millionen Euro an Zuschüssen in Aussicht. Die Landwirte müssen dafür zusagen, dass sie ökologische Belange vorantreiben: etwa das Erweitern des Bio-Anbaus oder umweltfreundlicheres Entsorgen der Ernterückstände. Die Nachricht freut allerdings nicht alle: Dörfer, die mit hohen Grundwasserständen kämpfen, befürchten, dass die Pegel steigen, wenn die landwirtschaftlichen Brunnen zugunsten der zentralen Beregnung abgeschaltet werden. Dank ihres Spiel- und Forschungsdrangs kann die Geschichte des Pfälzer Dubbeglases fortgeschrieben werden. Dirk Fellhauer, Thomas Butsch und Robert Kwiatek basteln ein Flugobjekt, mit dem Anfang Juli eine Kunststoffversion des beliebten Trinkgefäßes in die Stratosphäre entlassen wird. Eine Kamera dokumentiert, was das Dubbeglas von oben alles zu sehen bekommt, bevor es sanft in Mittelfranken in einen Baum gleitet. Die Erfinder des „Space-Dubbe“ finden „ihr Baby“ leicht dank eines GPS-Geräts. Für den guten Zweck wird der Ikarus unter den Weingläsern im Herbst versteigert: Für knapp 1300 Euro bekommt der Dürkheimer Winzer Thomas Hensel den Zuschlag. |ww