Rhein-Pfalz Kreis Schöner rutschen und wippen

Ein rotes Pferd und die längste Rutsche im Ort gibt es auf dem Spielplatz in der Albert-Weisgerber-Straße. Er gehört zu den Plät
Ein rotes Pferd und die längste Rutsche im Ort gibt es auf dem Spielplatz in der Albert-Weisgerber-Straße. Er gehört zu den Plätzen in Neuhofen, die schnellstmöglich verschönert werden sollen.

«Neuhofen.»Die Neuhofener Spielplätze sind zum Teil nicht mehr im allerbesten Zustand. Deshalb möchte die Ortsgemeinde sie herrichten und attraktiv gestalten. Ein Konzept hierfür hat ein Ludwigshafener Fachbüro entworfen und nun dem Neuhofener Rat präsentiert. Der stimmte dem Entwurf zu, beschloss aber zugleich, zunächst nur einen Teil davon umzusetzen. Denn allein der kostet bereits 250.000 Euro.

Ein Bild von den insgesamt 14 vorhandenen Anlagen in Neuhofen hatte sich Landschaftsplaner Boris Olschewski vom gleichnamigen Architektenbüro in Ludwigshafen bei Ortsbegehungen verschafft. Das Ziel: Lage sowie Zustand ermitteln und herausfinden, welchen die Gemeinde am ehesten verkaufen könnte. So hatte es der Rat in seinem letzten Beschluss gefordert, erinnerte Ortsbürgermeister Ralf Marohn (FDP). Bei seinen Untersuchungen kam Olschewski zu dem Schluss, dass manche Spielplätze noch immer gut funktionieren und mit geringem Aufwand erhalten werden können. Grundsätzlich würden Eltern und Großeltern attraktive, nahegelegene Anlagen begrüßen, die ihnen sowie ihren Kindern beziehungsweise Enkeln einen angenehmen Aufenthalt bieten. Auch Kindertagesstätten nutzten Spielplätze gerne für kleine Ausflüge ins Freie, zum Beispiel jenen in der Ehrhardtstraße. Gleichwohl gab der Experte zu bedenken, dass Spielplätze nicht nur für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen sowie deren Erziehungsberechtigte unterhaltsam gestaltet sein könnten, sondern auch für Senioren – etwa durch für sie geeignete Spiel- und Sportgeräte. Daneben sollten die Alleinstellungsmerkmale der einzelnen Spielplätze verstärkt und jedem ein eigenes Thema gegeben werden, das ihn interessant mache. Die Anlage in der Albert-Weisgerber-Straße verfüge beispielsweise über die längste Rutsche. Derweil könne die Ortsgemeinde auf den Spielplatz in der Kopernikusstraße verzichten, da ringsum mehrere Spielplätze liegen. „Wir könnten ihn als Bauland verkaufen“, sagte Marohn. Dafür müsste dann der Spielplatz in der Kantstraße komplett überplant und neu gestaltet werden, sagte Olschewski. Unter den genannten Aspekten hatte er vier weitere Spielplätze herausgefiltert, die die Gemeinde am dringendsten angehen sollte: jene in der Albert-Weisgerber-Straße, der Ehrhardtstraße, Im Haimrott und der Neckarstraße. Die hier erforderlichen Arbeiten würden wohl 250.000 Euro kosten, sagte der Ortsbürgermeister. Hierbei handle es sich um die erste Stufe des Konzepts. Die Planungen sollten noch dieses Jahr erledigt und die Spielplätze 2019 saniert werden. „Die beiden ursprünglich geplanten neuen Spielplätze haben wir erst mal zurückgestellt, da das komplette Konzept für die bereits vorhandenen eine halbe Millionen Euro kosten würde. Deshalb haben wir auch diese erste Stufe mit lediglich fünf der 14 Spielplätze vorgeschlagen“, erläuterte er. Arthur Nasel (SPD) bezeichnete die Standorte als erhaltenswert. Alle gleichzeitig zu erneuern, sei in der Tat nicht möglich. Deshalb sei seine Fraktion damit einverstanden, erst die fünf genannten anzugehen. „Wobei die anderen nicht vernachlässigt werden dürfen“, machte er zur Bedingung. Sein Fraktionsgenosse Wolfgang Kraus sprach von einem wichtigen Projekt im Zusammenspiel mit den Kindertagesstätten und dem Tourismus. „Wir sind zwar nicht die Tourismusgemeinde schlechthin, aber vielleicht können wir es ja in den barrierefreien Tourismus einbinden“, regte er im Hinblick auf eventuelle Fördermittel an. Robin Hahn (CDU) hielt den Hinweis für interessant, dass Spielplätze nicht ausschließlich für Kinder da sein müssen. Es sei wichtig, ausreichend Spielplätze anzubieten und diese ordentlich auszustatten. Gisela Kluger (FDP) hielt die fünf genannten für besonders wichtig. Die Neuhofener Familien würden attraktive Angebote im Ort begrüßen, zumal derzeit viele Eltern mit ihren Sprösslingen die Spielplätze in Nachbargemeinden aufsuchten. Jan Fischer (SPD) erinnerte an den ebenfalls angeregten Wasserspielplatz am Badeweiher und am Rehbach-Wanderweg. Zumindest dieser sollte sich ins Tourismuskonzept einbinden lassen, was eine Förderung von 90 Prozent ermögliche. „Der soll auch auf jeden Fall realisiert werden. Die Idee kam bei Eltern sehr gut an“, sagte Marohn.

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