Dannstadt-Schauernheim Regenbogenfahne soll am Dannstadter Rathaus gehisst werden

Die Regenbogenfahne gilt als Zeichen für Toleranz und sexuelle Freiheit.
Die Regenbogenfahne gilt als Zeichen für Toleranz und sexuelle Freiheit.

Vor dem Dannstadter Rathaus soll an ausgewählten Tagen eine Regenbogenfahne hängen. Das Zeichen für Toleranz bekam im Verbandsgemeinderat eine große Mehrheit.

Die Möglichkeit zum Aufhängen einer Regenbogenfahne vor dem Dannstadt-Schauernheimer Rathaus – das haben die Grünen in der Verbandsgemeinde in einem Antrag in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats gefordert. Die Regenbogenfahne gilt als Zeichen für Toleranz und sexuelle Freiheit.

Die Grünen wollen damit erreichen, dass die Verbandsgemeinde ein Bekenntnis gegen die Diskriminierung von LGBTIQ-Personen, also Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans, Inter und Queer, abgibt. Laut Ralf Klein, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Verbandsgemeinderat, werden queere Menschen noch immer diskriminiert, ob online oder offline. „Daher muss es unser gemeinsames Anliegen sein, dass bestehende Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität im Sinne der Gleichstellung der Geschlechter in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet wird“, heißt es in dem Antrag der Fraktion. Klein betonte, dass die Verbandsgemeinde mit dem Bekenntnis zur Erklärung als „Freiheitsraum für LGBTIQ-Personen“ dieses Bestreben stärke.

Erinnerung an WHO-Entscheidung 1990

Er schlug vor, dass die Regenbogenfahne zum Beispiel jährlich am 17. Mai gehisst werden könne. Das ist der Internationale Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie. Dann wird an die Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 1990 erinnert, Homosexualität von der Liste der psychischen Störungen zu streichen. Die Fahne könne auch den ganzen Monat Juni über hängen. Der Juni gilt als Pride Month der LGBTQ-Bewegung. In diesem Monat wird den Beiträgen der LGBTQ-Menschen zu Kultur und Gemeinschaft gedacht. Auch am Christopher Street Day könne die Fahne als Zeichen gegen Diskriminierung vor dem Rathaus zu sehen sein.

Aus den Fraktionen gab es für diesen Vorschlag große Zustimmung. „Das zeigt, dass wir eine tolerante Verbandsgemeinde sind“, meinte zum Beispiel Christdemokratin Antje Kaspar. Die kritischen Stimmen hielten sich in Grenzen. Herbert Hery (FDP), der als einziger gegen den Antrag stimmte, wollte die Aktion erstmal auf drei Jahre begrenzen. Und Britta Heidger (FDP), die sich am Ende enthielt, meinte: „Wir müssen nicht alles mitmachen. Dann können wir auch noch die FCK-Fahne aufhängen.“ Dem hielt Almut Schaab-Hehn (Grüne) entgegen: „Gerade jetzt ist es wichtig, dass es auf der ganzen Welt eine Gegenbewegung zu Trump gibt.“

Veth: Fahne ist bestellt

Und die Fahne? „Wir würden die kaufen“, meinte Petra Jörns (Grüne). Bürgermeister Stefan Veth (CDU) berichtete im Telefonat mit der RHEINPFALZ, dass zum 17. Mai auf jeden Fall eine Regenbogenfahne vorhanden sei. Man habe eine bestellt. „Und wenn die nicht da sein sollte, leihen wir uns eine.“ Auch finanziell wird es wohl keine große Belastung für die Kommune. Veth ließ durchblicken, dass es Personen gebe, die die Anschaffung mit Spenden unterstützen wollten.

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