RÖMERBERG
Rat wünscht sich Mediathek in Verbandsgemeinde-Trägerschaft
Die Mediathek sei – vergleichbar etwa mit dem Stadion in Dudenhofen – von übergeordneter Bedeutung in der Verbandsgemeinde und werde auch von Bürgern aus den anderen Ortschaften genutzt, argumentierte Jürgen Schall (Grüne). Seine Partei hatte den Antrag angestoßen. Durch die Übertragung der Trägerschaft werde das „sehr geschätzte“ Angebot der Mediathek langfristig abgesichert.
Beigeordnete Simone Hoffner (Grüne) erklärte, dass es – neben dem Umstand, dass die Verbands- statt die Ortsgemeinde die Kosten tragen würde –, auch noch andere Konsequenzen zu bedenken gebe. So bemessen sich beispielsweise die Kosten für manche E-Paper-Abos an der Einwohnerzahl der Gebietskörperschaft. In der ganzen VG wohnten rund 20.000 Menschen – doppelt so viele wie in Römerberg. Außerdem, so Hoffner, würde die Mediathek dann auch Veranstaltungen für die anderen Ortsgemeinden ausrichten. „Es wird vielleicht auch etwas voller und man bekommt nicht mehr alles, was man möchte“, sagte sie. Das heiße nicht, dass eine Übertragung der Trägerschaft nicht sinnvoll sei, aber diese Punkte sollten in der Überlegung auch berücksichtigt werden. Wilfried Röther (CDU) hoffte dennoch auf Synergieeffekte, und Herbert Martin Kälberer (SPD) will auch Chancen und Risiken für die Mitarbeiter sowie das Konzept diskutiert wissen. Der Rat nahm den Antrag einstimmig an, allerdings muss auch der Verbandsgemeinderat zustimmen.