Rhein-Pfalz Kreis Preisträger erläutern ihre Pläne

Welches Architekturbüro den Neubau der Realschule plus in Bobenheim-Roxheim planen wird, ist noch nicht klar. Die drei Preisträger eines Architektenwettbewerbs haben im Bauausschuss des Rhein-Pfalz-Kreises sich selbst und ihre Entwürfe vorgestellt.
Anders als berichtet und auf der Tagesordnung zur nicht öffentlichen Sitzung ausgewiesen, ging es am Donnerstagnachmittag im Kreishaus in Ludwigshafen noch gar nicht um die Vergabe der Planung für den Schulbau, der anstelle des 1967 entstandenen Gebäudeteils errichtet werden soll. „Die Mitglieder des Bauausschusses hatten aber Gelegenheit, mit allen drei Preisträgern zu sprechen“, berichtet Michael Pack, Bauabteilungsleiter bei der Kreisverwaltung, auf Anfrage. Getrennt voneinander stellten sich die Preisträger den Fragen der Politiker. So sähen es die strengen EU-Vergaberichtlinien vor. Seit dem Wettbewerb hatten die Büros einige Wochen Zeit, um auf die von der Jury geäußerten Kritikpunkte einzugehen, ihre Entwürfe im Detail zu überarbeiten und ein vorläufiges Angebot abzugeben. Das haben sie am Donnerstag erläutert. „In der Sitzung wurden mit den Architekten Kriterien wie Projektorganisation, Bauleitung, Vernetzung der Planer mit weiteren Fachbüros und Einrichtung der Baustelle abgefragt“, so Pack. Nun haben die drei Preisträger noch etwas Zeit, ein finales Angebot abzugeben, das dann von der Verwaltung geprüft wird. In einer gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und Kreistag soll Anfang August entschieden werden, wer den Zuschlag für das Elf-Millionen-Projekt bekommen soll, so Pack. Dann muss noch eine Widerspruchsfrist abgewartet werden, sodass erst Ende August das Ergebnis endgültig feststeht. Wie berichtet, haben alle drei Büros ein Gebäude mit Flachdach entworfen, das jeweils Platz für 15 Klassenzimmer und weitere Fachräume bietet. Während der Siegerentwurf des Kaiserslauterer Büros AV1 Architekten drei Vollgeschosse, eine Klinkerfassade und ein Atrium vorsieht, plant das auf Rang zwei gelandete Büro Harris und Kurrle (Stuttgart) einen L-förmigen dreigeschossigen Baukörper, der ebenfalls verklinkert werden soll. Mit einer Holzfassade präsentiert sich der drittplatzierte Entwurf der Walldorfer Architekten Jöllenbeck und Wolf, der auf einem U-förmigen Grundriss gestaffelte Höhen bis zu drei Etagen vorsieht. Wer auch immer den Planungsauftrag bekommt: Fest steht, dass der Neubau in Abschnitten errichtet wird. Um auf Containerklassenzimmer verzichten zu können, soll im laufenden Schulbetrieb gebaut werden. Dafür müssen die Gebäudeteile aus dem Jahr 1967 in der Mitte des Areals weichen. Es handelt sich dabei um die ehemalige Grundschule und die Einfeldturnhalle. Nicht angetastet werden die benachbarte Grundschule und die neue Mensa. Auch an den 1905 errichteten Komplex an der Grünstadter Straße geht der Kreis nicht heran.