Rhein-Pfalz Kreis Phosphorbombe: Waffe von Experten entschärft
Dannstadt-Schauernheim. Eine 15 Kilogramm schwere Phosphorbombe ist laut Polizei am Mittwoch um 17.30 Uhr neben der Landesstraße 454 zwischen Dannstadt-Schauernheim und Schifferstadt entdeckt worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes haben sie entschärft.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr brannte die britische Waffe aus dem Zweiten Weltkrieg. Daraufhin sperrten sie die L 454 für den Verkehr und richteten rund um die Bombe einen Freiraum von einigen Hundert Metern ein, berichten die Beamten. „Explosionsgefahr bestand allerdings nicht. Die Aufgabe dieser Waffen bestand darin, Dinge in Brand zu setzen“, erklärt Wehrführer Uwe Burkhardt von der freiwilligen Feuerwehr Dannstadt-Schauernheim gegenüber der RHEINPFALZ. Seine Truppe war mit zwölf Leuten und zwei Fahrzeugen an dem Einsatz beteiligt. Ein Großteil des Phosphors war ihm zufolge bereits abgebrannt, als die Brandbekämpfer und ihre Kollegen von der Polizei den Fundort erreichten. „Den Rest haben wir dann kontrolliert abgebrannt“, berichtet er. Die Bombe war etwa einen halben Meter lang und hatte einen Durchmesser von circa zehn Zentimetern. „Die Experten vom Kampfmittelräumdienst haben bestimmt, womit genau wir es zu tun hatten. Dann haben sie die beschädigte Granate in einen Sicherheitsbehälter verfrachtet und abtransportiert“, schildert Burkhardt die Geschehnisse. Das Ganze dauert nach Polizeiangaben bis 19 Uhr. 20 Minuten später wurde die Landesstraße wieder für den Verkehr freigegeben. Nach den bisherigen Erkenntnissen der Ermittler ist die britische Brandbombe vor wenigen Tagen bei Aushubarbeiten anscheinend unbemerkt freigelegt und auf einem Erdhaufen neben der L 454 abgelegt worden. Sie habe sich vermutlich aufgrund der Hitze und der Luftzufuhr entzündet, heißt es im Polizeibericht. (mamü)