Rhein-Pfalz Kreis Neustart für Dialog

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Dannstadt-Schauernheim. Die Gemeinde vom Schwerlastverkehr entlasten: Dieses Ziel teilen Bürgermeister Stefan Veth (CDU) und der Verein Bürgerwille. Das Verhältnis zwischen Veth und zwei der Vorsitzenden war jedoch schwierig, zuletzt hatte der Verwaltungschef Gespräche abgelehnt. Nun nähern sich beide Seiten einander und haben den Dialog wieder aufgenommen.

„Es war mir ein Bedürfnis, auf Sie zuzukommen“, erklärte Stefan Veth am Freitag bei einer Versammlung, zu der Bürgerwille ihn eingeladen hatte. Gerichtet waren diese Worte an Volker Bolz, einen der drei Vereinsvorsitzenden. Gegenseitige Vorwürfe brächten nichts, erinnerte er an den Grund für die ausgesetzten Gespräche. Gunter Defren, ebenfalls Bürgerwille-Vorsitzender, begrüßte dieses Entgegenkommen: „Es ist gut, dass die Begegnung wieder stattfindet, zumal wir die gleichen Ziele haben.“ So interessierte Bürgerwille der Stand der Dinge in Sachen zweite Verkehrsachse. Zur Erinnerung: Die soll vom geplanten Kreisverkehr auf der Landesstraße 454 vom Münchhof durch die geplante Erweiterung des Gewerbegebiets Dannstadt-Ost über die Riedstraße bis zum sogenannten Aldi-Kreisel führen und Lastwagen sowie Traktoren ermöglichen, den Ort zu umfahren. Baurecht liege bereits vor, der schriftliche Zuschussbescheid des Landes noch nicht, informierte Veth. Im September habe der Ortsgemeinderat weitere erforderliche Beschlüsse auf der Tagesordnung, ab Mitte November – in der Beregnungspause – müssten zudem Beregnungsleitungen verlegt werden. Die Bauarbeiten für die Gewerbegebietserweiterung und damit die zweite Verkehrsachse sollten möglichst im nächsten Jahr beginnen und würden wohl zwei Jahre dauern. Ob anschließend mit einem Lkw-Durchfahrtsverbot zu rechnen sei? „Das könnten wir neu diskutieren“, antwortete der Bürgermeister. Ein Problem stelle jedoch die Überwachung dar. Nach Entlastungsvorhaben für den Ortsteil Schauernheim gefragt, verwies er auf die laufende Flurbereinigung. Der erste Teil sei abgeschlossen, der zweite solle zum Jahresende beginnen. Die Verlegung der Kreisstraße 22 von der Böhler Straße auf die Münchhoftrasse indes verzögere sich wegen der Haubenlerche erheblich, teilte Veth mit. Daran übten Defren und sein Vorstandskollege Volker Bolz Kritik. Denn während die Straßenbaupläne deswegen ins Stocken gerieten, erhielten die Betriebe dort ständig neue Baugenehmigungen, etwa für ihre Erweiterungspläne. Diese Haltung der zuständigen Behörden sei widersprüchlich. Kritisiert wurden außerdem Lärm und Verschmutzung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge. Dazu habe es bereits konstruktive Gespräche mit den Bauern gegeben, die fortgesetzt würden. „Keiner der örtlichen Landwirte verweigert sich hier“, betonte Veth. Sie hätten sich sogar an ersten Aktionen beteiligt und sinnvolle Verbesserungsvorschläge gemacht. Sorge bereitete Bürgerwille daneben der kombinierte Geh- und Radweg in der Hauptstraße. Besonders an Hofausfahrten komme es zu brenzligen Situationen. Der Bürgermeister nahm den Vorschlag mit auf den Weg, eventuell mit Hinweisschildern die Lage zu entschärfen. (mamü)

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