Rhein-Pfalz Kreis Neues bauen, Altes sanieren
«Ludwigshafen/Waldsee.» Der Rhein-Pfalz-Kreis will sich weiterhin im sozialen Wohnungsbau engagieren. Allerdings machen dem Kreiswohnungsverband zunehmend auch die hohen Baukosten zu schaffen. Nach der Fertigstellung eines Mehrfamilienhauses in Limburgerhof wird aktuell noch in Schifferstadt gebaut. Den Wirtschaftsplan für 2019 hat der Verband am Montag in Waldsee beschlossen.
Volker Spindler, der Anfang des Jahres Rosemarie Heltewig als Geschäftsführer abgelöst hat, blickte auf die Projekte, mit denen der Kreiswohnungsverband 2018 beschäftigt war: In Limburgerhof sind im Oktober 15 Mietwohnungen im Hermann-Löns-Weg an die Mieter übergeben worden. In Schifferstadt ist im Oktober mit dem Bau von weiteren 14 Wohnungen Am Meisterschlag begonnen worden. Für die Neubauten sind Häuser aus den 1950er-Jahren abgerissen worden. Im Oktober 2019 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Hinzu kamen Sanierungen von Altbauten: In der Robert-Schumann-Straße in Schifferstadt wurden Dach, Fahrstuhl und Balkone, in der Limburgerhofer Hans-Sachs-Straße das Dach erneuert. Energetisch saniert wurden Gebäude in der Neuhofener Raiffeisenstraße und in der Friedensstraße in Dannstadt-Schauernheim. Der Kreiswohnungsverband ließ neue Fenster in der Salierstraße 43 in Schifferstadt und eine neue Heizung in der Altriper Dalbergstraße 11 einbauen. Außerdem wurden in Böhl-Iggelheim Türen und Balkone in der Rottstraße saniert. Insgesamt gibt der Verband gemäß dem von der Versammlung beschlossenen Nachtragswirtschaftsplan 2018 knapp 7,9 Millionen Euro aus. Der Verband vermietet derzeit rund 1350 Wohnungen im Kreis. Für 2019 rechnet der Kreiswohnungsverband mit einem leichten Anstieg der Erlöse aus der Hausbewirtschaftung gegenüber 2018, weil es durch die Neubauten höhere Mieteinnahmen gibt. Allerdings verbleibt trotzdem ein deutlich geringerer Gewinn: Statt wie im Plan für das laufende Jahr 923.000 stehen unterm Strich nur noch 248.000 Euro, was laut Spindler unter anderem mit den steigenden Baukosten zusammenhängt. Neben dem laufenden Neubau in Schifferstadt plant der Verband noch einen weiteres Projekt in Hochdorf-Assenheim, das sich derzeit im Genehmigungsverfahren befindet. Außerdem will er weiter Altbauten sanieren. Zur Finanzierung der Vorhaben sind 2019 Kredite in Höhe von rund 4,38 Millionen Euro eingeplant. Mittelfristig sind im Finanzplan für Neubauten mehr als 11 Millionen Euro und für Sanierungsvorhaben 4,45 Millionen Euro vorgesehen. „Wir sind immer auf der Suche nach Grundstücken“, sagte Kreiswohnungsverband-Vorstand und Landrat Clemens Körner (CDU). Da diese schwierig zu bekommen seien, denke der Verband allerdings mehr in Richtung Nachverdichtung auf Grundstücken, die ihm bereits gehören. Einstimmig beschloss die Verbandsversammlung, ein Leitbild für die Arbeit des Kreiswohnungsverbands zu formulieren, nach dem es dessen Aufgabe ist, „Menschen, insbesondere aus dem Landkreis, bezahlbare Mietwohnungen nach den Grundsätzen seiner sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung zur Verfügung zu stellen“. Ebenfalls beschlossen hat die Versammlung die Feststellung des Jahresabschlusses 2017, der ein Plus von knapp 240.000 Euro aufweist.