Rhein-Pfalz Kreis Neuer Plan für Schulerweiterung
Die Albrecht-Dürer-Grundschule in Beindersheim bekommt einen zweigeschossigen unterkellerten Anbau, der Platz für sechs zusätzliche Räume bietet. In einer gemeinsamen Sitzung haben der Bau- und der Schulträgerausschuss der Verbandsgemeinde (VG) Lambsheim-Heßheim am Mittwoch die Pläne des Großkarlbacher Architekturbüros Boxheimer abgesegnet.
Die Kosten für den Erweiterungsbau belaufen sich laut Berechnung der Architekten auf rund 1,08 Millionen Euro. „Die Zeit drängt“, sagte Michael Reith (SPD), Bürgermeister der Verbandsgemeinde. „Die Schülerzahlen gehen kontinuierlich nach oben.“ Aus diesem Grund habe man an sechs zusätzlichen Räumen festgehalten und habe Überlegungen, auf das Kellergeschoss zu verzichten, wieder verworfen. „Der Platz könnte uns bei steigenden Schülerzahlen fehlen. Wir haben auf dem Gelände keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr.“ Der ursprüngliche Plan, den Werkraum in einem an den Neubau angrenzenden älteren Gebäudeteil als Klassenzimmer zu nutzen, hat die Verwaltung wegen eines Wasserschadens verworfen. Durch eine Fuge war Feuchtigkeit eingedrungen. Eine Fachfirma will nach der Instandsetzung keine Gewährleistung dafür übernehmen, dass keine Nässe mehr eintritt (wir berichteten). Der Raum soll nun als Lager genutzt werden, erklärte Michael Reith. Für die Feuchtigkeitsprobleme sei drückendes Grundwasser verantwortlich. Ein Bodengutachten habe ergeben, dass die Fundamente knapp unterhalb des Grundwasserspiegels liegen. Aus diesem Grund werde der Neubau nun um eine halbe Etage aus dem Boden gehoben, wodurch die Räume im Untergeschoss viel Tageslicht abbekämen, berichtete der Bürgermeister. Der Fußboden im Erdgeschoss des Neubaus liegt laut Architektenplänen rund 1,70 Meter über dem bestehenden EG. Eine „halbe“ Treppe wird die Gebäudeteile miteinander verbinden. Auf jeder der drei Etagen kommen zwei gleich große Räume unter. Im Keller sollen ein Ganztags- und ein Fachraum eingerichtet werden. Im Erdgeschoss sind ein Lehrerzimmer und ein Klassenraum vorgesehen, im Obergeschoss sind zwei weitere Klassenräume geplant. Gefragt wurde im Ausschuss nach der Barrierefreiheit des Neubaus. Die Verbindungstreppe sei breit genug, um dort einen Lift anzubringen, erläuterte Bauamtsleiterin Sabine Josy. Sollte in der Schule künftig einmal eine gehbehinderte Lehrkraft tätig sein, könnte diese das Lehrerzimmer im Erdgeschoss des Neubaus auf diese Weise erreichen. Die Klasse eines gehbehinderten Schülers könnte im barrierefreien Altbau unterkommen. Nachdem die Ausschüsse grünes Licht für die Pläne gegeben haben, könne nun der Bauantrag gestellt werden, erklärte Reith das weitere Vorgehen. Auch im Altbau stünden noch einige Arbeiten an. Die Kosten für den Umbau des jetzigen Lehrerzimmers, den Einbau einer Akustikdecke im Foyer und Brandschutz würden auf 50.000 Euro geschätzt. Für die letzten beiden Positionen werde kein Zuschuss gewährt, informierte Reith.