Rhein-Pfalz Kreis Musikschule: Gebühren steigen ab Februar 2018

«Mutterstadt.» Der Unterricht an der Musikschule des Rhein-Pfalz-Kreises wird ab Februar 2018 teurer. Auch die Instrumentenausleihe soll dann mehr kosten. Der Kreistag folgte gestern mit seiner Entscheidung einer Empfehlung der Fachausschüsse.
Diskussionen gab es im Kreistag bei diesem Thema nicht. Konrad Reichert von der FDP merkte jedoch an, dass Musikunterricht ein wichtiges Bildungsgut und nicht einfach „nur Kultur“ sei. Im Moment falle der Musikschulbereich unter „freiwillige Leistungen“. An diesen könnten die Aufsichtsbehörden schneller schrauben als an Pflichtaufgaben. „Es wäre deshalb schön, wenn die Musikschule – eben wegen ihrer Bedeutung für die Entwicklung von Kindern – eine Pflichtaufgabe werden könnte.“ Mit der moderaten Erhöhung zeigte er sich wie die anderen Kreistagsmitglieder einverstanden. Die Gebühr im Einstiegsbereich, dem Klassenunterricht, steigt im kommenden Jahr um zwei Prozent. Darunter fällt beispielsweise die musikalische Früherziehung. Der Gruppen- und Partnerunterricht soll sich dagegen um drei Prozent verteuern, und bei Einzelstunden würden zukünftig gar Mehrkosten von vier Prozent fällig. Eine Beispielrechnung verdeutlicht die Gebührenanhebung: Nach der bisherigen Satzung kostet der Einzelunterricht für ein Jahr zwischen 548 und 1040 Euro – je nachdem, ob pro Einheit 30 oder 60 Minuten lang musiziert wird. Künftig werden zwischen 570 Euro und 1082 Euro für den Einzelunterricht fällig. Die Staffelung von zwei bis vier Prozent begründet die Verwaltung damit, dass der Unterrichtseinstieg weiter breite Akzeptanz finden und für möglichst alle Bevölkerungsschichten finanzierbar bleiben soll. Nicht von der neuen Gebührenordnung betroffen sind die Schulkooperationen. Die Ausleihgebühr für Instrumente soll sich um zwei Euro pro Monat verteuern. Bislang kostet die Ausleihe im ersten Unterrichtsjahr monatlich elf Euro, im zweiten Jahr des Musikschulunterrichts 16 Euro. Die „moderate Erhöhung“ ist laut Kreisverwaltung notwendig, weil der Rechnungshof dies bereits in seinem letzten Bericht angemerkt hatte. Die Kreisverwaltung rechnet damit, dass sich durch die Erhöhungen jährlich insgesamt rund 21.540 Euro Mehreinnahmen erzielen lassen. Im Jahr 2015 beliefen sich die Einnahmen der Kreismusikschule auf etwa 571.725 Euro.