Dannstadt-Schauernheim
Modernerer Volkstrauertag erst nächstes Jahr
„Wir wollten den Volkstrauertag umgestalten, da zuletzt jeweils nur etwa 30 Leute auf den Friedhöfen in Dannstadt und in Schauernheim waren“, erklärt Ortsbürgermeisterin Manuela Winkelmann (CDU). „Es war mir wichtig, dass junge Leute nicht mehr sagen: ,Was haben wir denn damit zu tun?‘, da wir sehr viel damit zu tun haben. Wir waren nicht schuld an den Weltkriegen und am Holocaust, aber wir müssen verhindern, dass sich so etwas wiederholt, und uns für den Frieden einsetzen“, sagt sie. Das gehe nur, wenn diese schrecklichen Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten.
Wegen Corona hat sich nichts umsetzen lassen
Landrat Clemens Körner (CDU) sei offen dafür gewesen, die Gedenkfeier umzugestalten. „So kam der Vorschlag eines gemeinsamen Wochenendes in der französischen Gemeinde Niederbronn-les-Bains mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen, den Pfarrern der Ortsgemeinde, dem Landrat und mir“, erzählt Winkelmann. Das sollte im Oktober oder November stattfinden und nicht zuletzt Gelegenheit zum Ideenaustausch bieten. Für eine kürzere Fahrt sei schließlich auch der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers in Osthofen erwogen worden. Doch wegen Corona habe sich nichts davon umsetzen lassen.
Das gelte auch für die zentrale Gedenkfeier. „Es gab schon für alles ein Konzept – selbst in der Corona-Zeit. Der Musikverein Harmonie hätte in der Aussegnungshalle gespielt, alle anderen wären mit Abstand im Freien geblieben. Doch zwei Tage vorher musste dann alles abgesagt werden“, bedauert sie die vergebliche Vorbereitungszeit von einem Jahr, einschließlich des Anpassens der Pläne an die jeweilige Corona-Verordnung. So legten am Ende nur der Landrat und sie einen Kranz nieder, ehe Winkelmann das mit der Ersten Ortsbeigeordneten Barbara Härtel-Overbeck (CDU) auch auf dem Schauernheimer Friedhof und am Ehrenmal am alten Friedhof in Dannstadt tat.