Rhein-Pfalz Kreis Mit Fleiß und Toleranz Respekt erworben

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DANNSTADT-SCHAUERNHEIM. Mit einer festlichen Veranstaltung hat der Ortsverband der Donaudeutschen Landsmannschaft sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Dazu hat die Vorsitzende Elisabeth Oberinger etliche Gäste örtlicher Vereine und benachbarter Ortsverbände begrüßen können.

Schirmherr Stefan Veth schlug in seiner Festansprache einen großen geschichtlichen Bogen und blickte in vier Bildern auf die 300-jährige Geschichte der Donaudeutschen zurück, die das Land zwischen Donau, Theiß, Drau und Save besiedelt hatten. Vom Bild der idyllischen Dörfer mit ihren fleißigen Einwohnern, über die Vertreibung, bei der mehr als 60.000 Menschen ihr Leben ließen, die Ankunft in der neuen Heimat, bis zum Respekt, den sich die Donaudeutschen durch „Fleiß, Menschlichkeit und Toleranz“ erworben haben. Sie brachten Paprika und Kürbisse mit und hätten mit ihrem Fleiß und ihren Qualifikationen zum Wiederaufbau im Nachkriegsdeutschland beigetragen. Auch in Dannstadt-Schauernheim seien sie fest verwurzelt. „A kle bissel könne mer stolz sein“, so lautete das Fazit des Ehrenvorsitzenden Michael Welbl am Ende seines Rückblicks auf 60 Jahre. Ein Rückblick auf die zahlreichen Aktivitäten der Donaudeutschen in Dannstadt-Schauernheim, die, nachdem sie in der Gemeinde Fuß gefasst hatten und ihre Eigenheime erstellt hatten, darangingen, etwas für den Zusammenhalt der Vertriebenen zu tun. Nach der Gründung des Ortsverbands 1954 mit dem ersten Vorsitzenden Matthias Beck, dem Konrad Hettich, Franz Kirchgässler, Franz Hettich und Michael Welbl nachfolgten, wurde 1975 eine erste Heimatstube im alten Bahnhof (heute Standort des Rathauses) eingerichtet. 1983 wurde mit viel Eigenleistung die zweite und heute noch bestehende Heimatstube in der Friedenstraße 21 hergerichtet. Immer wieder wurden hier Kultur- und Tanzgruppen aus aller Welt beherbergt. Mit dem „Fischball“ und dem „Kathreiner-Ball“ setzten die Donaudeutschen Glanzpunkte. „Der Ortsverband war der erste, der eine Heimatstube hatte, aber auch der erste, der nach der Wende ab 1990 umfangreiche humanitäre Hilfe für Südosteuropa und Litauen leistete“, bescheinigte der Landesehrenvorsitzende Josef Jeger dem „jüngsten und kleinsten, aber aktivsten der Ortsverbände“ des Landesverbands. „Wir sind stolz auf so eine aktive Gruppe“, sagte auch der Landesvorsitzende der Donaudeutschen, Siegfried Liebel. Die seit elf Jahren amtierende Vorsitzende Elisabeth Oberinger dankte für das allseitige Lob. Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Chorgemeinschaft Dannstadt mitgestaltet. Die Trachtengruppe Speyer präsentierte donaudeutsche Tänze. Traditionell endete die Feier mit dem gemeinsam gesungenen „Kein schöner Land in dieser Zeit“. (acl)

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