Rhein-Pfalz Kreis Mehr Betreuung, bitte!

Spielen, lernen und betreut über den Mittag kommen.
Spielen, lernen und betreut über den Mittag kommen.

«Dannstadt-Schauernheim.» Die Kurpfalzschule im Ortsteil Dannstadt ist eine Ganztagsschule. Trotzdem soll bis zum Schuljahr 2020/2021 zusätzlich eine betreuende Grundschule eingeführt werden – mit einem Angebot von 12 bis 14 Uhr. In der Außenstelle, der Grundschule im Ortsteil Schauernheim, gibt es ein solches Angebot von montags bis freitags schon.

Besteht am Standort Dannstadt überhaupt ein Bedarf? Und dürfte die Kommune dieses Betreuungsangebot überhaupt parallel zur Ganztagsschule einführen? Das sollte die Verwaltung im Auftrag des Ortsgemeinderats herausfinden. Dazu hat sie im März 130 Umfragebögen an die Eltern verteilt. Davon kamen nur zwei Fünftel zurück, in Zahlen: 54 Bögen oder 41,5 Prozent. Hiervon wiederum haben 22 Eltern definitives Interesse bekundet, 32 interessiert die betreuende Grundschule hingegen nicht. Doch 22 Interessenten sind genug, um das Vorhaben weiter zu planen, finden die Gemeinderatsmitglieder. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier sieht kein Problem darin ein Betreuungsangebot aufzubauen, solange die Ganztagsschule nicht gefährdet wird. Auch die Schulleitung ist nach Angaben von Ortsbürgermeister Bernd Fey (CDU) grundsätzlich einverstanden. Allerdings sei die Schule gerade dabei, ihr Ganztagsangebot zu optimieren. „Das neue pädagogische Konzept zu erarbeiten und zu kommunizieren, braucht Zeit. Deshalb kann die betreuende Grundschule erst zum Schuljahr 2020/2021 eingeführt werden“, erklärt er. Zumal ja auch noch die Auslagerung der Schauernheimer Grundschüler in die Kurpfalzschule bevorstehe, während das Schauernheimer Schulgebäude saniert wird. Der Ortsgemeinderat begrüßt die grundsätzliche Bereitschaft der Schule, dem Elternwunsch zu entsprechen und die betreuende Grundschule einzuführen. Bis der zuständige Fachausschuss des Rats im kommenden Herbst tagt, soll die Verwaltung offene Fragen zur Organisation mit der Ortsgemeinde und der Schulleitung klären und einen Beschlussvorschlag vorlegen. Außerdem soll sie einen möglichen Versuchszeitraum ermitteln und die Eltern über diesen geplanten Ablauf informieren. Auf Anregung von Sara Schön (Grüne) soll das auch mit Hilfe des Amtsblatts geschehen, damit nicht nur die 22 interessierten Eltern von dem Angebot etwas mitbekommen. Beate Berg (CDU) ist wichtig, dass dieses freiwillige Angebot für die Ortsgemeinde kostenneutral bleibt.

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