Rhein-Pfalz Kreis Lob für viele freiwillige Helfer

Maxdorf. Viele Projekte hat die Verbandsgemeinde Maxdorf inzwischen abgearbeitet. So sind die Kanalsanierungen in den Ortsgemeinden gut vorangekommen. Auch die Aufnahme der Flüchtlinge ist gelungen. Dieses Jahr soll das Fußgönheimer Feuerwehrhaus saniert werden und die Maxdorfer Wehr ein Mehrzweckfahrzeug bekommen, berichtet Verbandsbürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD).
Bisher sei es gelungen, die der Verbandsgemeinde vom Kreis zugeteilten Menschen unterzubringen, sagt Klein. Derzeit seien rund 170 Flüchtlinge auf die drei Ortsgemeinden verteilt worden. Schon sehr früh habe die Kommune begonnen, nach Wohnraum für die Flüchtlinge zu suchen. Ziel sei nach wie vor eine dezentrale Unterbringung. 2015 habe die Verbandsgemeinde zwei Gebäude eigens für diesen Zweck gekauft und umgebaut. Es entstanden Wohnungen für Familien und Kleingruppen. Doch auch weiterhin werden Wohnungen und Häuser für Flüchtlinge gesucht. Die Resonanz seitens der Bürger sei sehr gut, erzählt Klein. Im vergangenen Februar hat sich das Netzwerk Hilfe nach einer Informationsveranstaltung zur Flüchtlingssituation gebildet. Die Bürgermeisterin lobt ausdrücklich das freiwillige Engagement der Bürger: „Wir hätten die Betreuung der Flüchtlinge alleine unmöglich schaffen können“, betont sie. 120 Leute treffen sich regelmäßig, organisieren sich in Teams und nehmen sich Aufgaben vor. Sehr wichtig sei die persönliche Betreuung der Flüchtlinge und ihrer Nachbarn, meint Klein. Wenn ein Neuankömmling eine Wohnung beziehe, gehen Betreuer des Netzwerks mit ihm und stellen ihn den „Alteingesessenen“ als neuen Nachbarn vor. Inzwischen seien auch schon einige der früher angekommenen Asylbewerber aktiv eingebunden. Bei der Einweihung des Gymnasiums hätten sie sich für eine Geschenkaktion von Schülern revanchiert und an Ständen Spezialitäten aus ihren Heimatländern angeboten. Das Verhältnis zu den Flüchtlingen sei gut. „Probleme, wie es sie in anderen Kreisgemeinden gegeben hat, gab es hier nicht – sicher auch Dank der Arbeit des Netzwerks Hilfe“, ist Klein überzeugt. Auch die Finanzen der Verbandsgemeinde entwickelten sich ihrer Meinung nach gut: In den vergangenen fünf Jahren sei es gelungen, eine Million Euro Schulden abzubauen, sagt Klein. Auch die günstigen Zinssätze habe sich die Verbandsgemeinde zunutze gemacht: „Wir konnten einige Darlehen zu günstigeren Zinsen umschulden.“ Weil die letzten Jahresabschlüsse immer positiv ausgefallen seien, habe die Verbandsgemeinde die Umlage – den Prozentsatz ihrer Einnahmen, den die Ortsgemeinden an die Verbandsgemeinde zahlen – stetig reduzieren können. Weil für 2016 keine großen Projekte anstehen, denkt Klein über eine weitere, höhere Absenkung nach. Bisher war es ein halber Prozentpunkt. Positiv wirke sich hier auch die gute Konjunktur aus, die den Gemeinden höhere Einnahmen an Steuern gebracht haben. Der Eigenbetrieb Abwasser habe einen Schuldenstand von etwa zehn Millionen Euro – rund eine Million wurden in den vergangenen Jahren abgebaut. Zudem habe der Betrieb zum ersten Mal seit vielen Jahren 2014 einen Jahresüberschuss von 600.000 Euro erwirtschaftet. Einige Bauprojekte konnten 2015 in Angriff genommen und abgeschlossen werden, berichtet Klein weiter: In Fußgönheim wurde die Kanalsanierung mittels Inliner-Verfahren vorangebracht, bei der der Kanal nicht freigelegt werden muss. In Birkenheide sind die Arbeiten an der Albertine-Scherer-Straße abgeschlossen. In Maxdorf beginnen Vorarbeiten im Kanalsystem der Lambsheimer Straße, welche die Ortsgemeinde dieses Jahr ausbauen möchte. Und in Fußgönheim ist ein weiterer Regenwasserkanal im Außenbereich vom Bürgerhaus zur Hauptstraße geplant. Dabei soll der Kerweplatz angeschlossen werden. Die Waldsporthalle habe Lichtkuppeln bekommen – der Abschluss der Sanierungsarbeiten. Das Ziel, Energie zu sparen, ist laut Klein erreicht. Inzwischen verbrauche die Halle zwei Drittel weniger Energie als vor der Renovierung vor fünf Jahren. Die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Fußgönheim ist in vollem Gange, vor allem die Außenfassade und das Dach müssen wegen Feuchtigkeit überarbeitet werden, sagt die Bürgermeisterin. Die Arbeiten sollen in diesem Jahr weitergehen. Für die Feuerwehr in Maxdorf habe die Kommune ein Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft. Es wurde ein Mehrzweckfahrzeug bestellt, das bereits von einem Ausrüster gebaut werde. Und im Rathaus Maxdorf wurde eine neue Küche für die Mitarbeiter eingerichtet, die laut Klein sehr gut angenommen wird. In diesem Jahr soll dann das Treppenhaus umgebaut werden. Termin Der Neujahrsempfang der Verbandsgemeinde Maxdorf ist morgen um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Birkenheide.