Rhein-Pfalz Kreis
Limburgerhof lässt Sporthallen-Bedarf von Schulen und Vereinen ermitteln
Die Anzahl der für Sport geeigneten Hallen in der Gemeinde ist begrenzt. Entsprechend begehrt sind sie bei Schulen und Vereinen. Um deren Bedürfnissen bestmöglich gerecht werden zu können, möchte die Gemeinde nun den genauen Bedarf der Beteiligten in Erfahrung bringen. Dabei lässt sie sich von Experten unterstützen.
Die Initiative im Gemeinderat geht von CDU, FWG und FDP aus. In einem gemeinsamen Antrag heben sie die wichtige Rolle der Sporthallen sowohl für die verschiedenen Schulen als auch für die örtlichen Vereine hervor. Da die Schulen immer mehr zu Ganztagsschulen ausgebaut würden, steige der Bedarf am Nachmittag. Zugleich seien diese Sportstätten aber auch für die Limburgerhofer Vereine unverzichtbar, ein Sportbetrieb ohne sie nicht möglich. Deshalb fordern Christdemokraten, Freie Wähler und Freie Demokraten einen aktuellen Belegungsplan von der Verwaltung, auf dem aufbauend der Bedarf ermittelt werden soll.
Brigitte Auweter (SPD) wünscht sich ergänzend Angaben zur Anzahl der Anfragen nach Hallennutzungszeiten und zur Anzahl abgelehnter Anfragen. Raymund Kompa (Grüne) hingegen weist daraufhin, dass „wir den Bedarf nicht aus dem Belegungsplan entwickeln können“. Dem pflichtet Bürgermeister Andreas Poignée (CDU) bei. Er habe aber bereits mit dem Landessportbund über das Thema gesprochen und erfahren, dass dieser ein Tochterunternehmen gegründet hat, das auf solche Bedarfserhebungen spezialisiert ist: das Institut für Sportstättenentwicklung (ISE). Es spreche mit den Schulen und Vereinen, erstelle eine Bedarfsanalyse und moderiere den Austausch mit der Kommune. Ein Angebot des ISE liege ihm auch schon vor.
Jede Sportstätte muss einzeln betrachtet werden
Monika Bier (FWG) merkt an, dass dabei auch der Bedarf für die Turnhalle der Carl-Bosch-Schule berücksichtigt werden soll. Ralf Michalak (SPD) befürchtet, dass die Gemeinde hier ein Fass ohne Boden aufmacht, wenn jeder Verein mit einer endlosen Wunschliste aufwartet. Deshalb erkundigt er sich: „Prüft das Institut auch, ob die Ergebnisse der Befragung realistisch sind?“
Poignée beruhigt: „Das Institut hat viel Erfahrung und macht den Beteiligten gleich klar, dass nicht alles geht. Wir wollen natürlich auch keine Auswüchse, wie Sie sie befürchten.“ Deshalb müsse jede Sportstätte einzeln betrachtet werden im Hinblick auf den sportfachlichen Bedarf. Das erfordere Fingerspitzengefühl, mahnt Esther Hoffmann (FDP) an. Das bereitet Poignée kein Kopfzerbrechen. „Das gehört zu diesem Themenkomplex dazu. Da muss man manchmal freundlich klare Worte finden.“ Am Ende kommt der Rat überein, dass der Bürgermeister die Experten für einen mittleren vierstelligen Betrag mit der Bedarfsanalyse betrauen darf.