Rhein-Pfalz Kreis Kunst und Kulinarisches

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Neuhofen. Klein, aber fein hat sich der Neuhofener Bauern- und Frühlingsmarkt am Sonntag auf dem Partnerschaftsplatz präsentiert. Die Veranstaltung lockte Besucher aus der ganzen Region an. Die Aussteller waren mit dem Geschäft zufrieden.

Mit frischem Obst und Gemüse punktet zum Beispiel Bernhard Biermann vom Rinkenbergerhof bei Speyer. Seit September ist er mittwochs auf dem Neuhofener Wochenmarkt vertreten. „Da bietet es sich an, auch hier mitzumachen. Die Leute kennen mich schon“, erklärt er seinen erstmaligen Auftritt beim Bauernmarkt. Äpfel, Aprikosen, Birnen, Blumenkohl, Karotten, Kopfsalat, Paprika, Radieschen, Spargel, Tomaten, Zwiebeln: Biermanns Waren wechseln tütenweise und im Minutentakt den Besitzer. Besonders beliebt sind die Erdbeeren. „Die sind unwiderstehlich, wenn sie so gut riechen“, sagt zum Beispiel Cassy Westermann aus Ludwigshafen, die gerade welche erworben hat. Zusammen mit Carsten Stübinger aus Herxheim habe sie den Sonntag im Freien verbringen wollen und in der Zeitung vom Neuhofener Markt gelesen. Beiden gefällt, dass die Veranstaltung auf dem Partnerschaftsplatz eher klein und damit überschaubar ist. Die Wege zu den Ständen seien kurz und die Atmosphäre sei gemütlich. „Und der Buchladen ist lustig“, ergänzt sie. Damit meint die Ludwigshafenerin den Stand vom Schifferstadter Schreiwer Hais’l. Dort bietet der Chef Claus Jürgen Müller allerlei Meisterwerke pfälzischer Mundart an. Darunter befinden sich das neu erschienene Pälzer Rätselheft und der neueste Krimi „Blutworscht-Dorscht“ aus der Feder von Nela W. Feuerstein. Dieser ist komplett im Dialekt verfasst. Das Sortiment ist gewohnt vielfältig, für jeden Geschmack ist ein literarisches Schmankerl dabei. Daneben munden selbstredend auch die kulinarischen Leckerbissen. Hans-Erwin Bergold etwa bietet Pferdespezialitäten an. „Haben Sie auch was Scharfes da?“, möchte ein älterer Herr wissen. „Die Feuerwurst, die können Sie auch backen“, antwortet der Inhaber des Wachenheimer Landgasthofs. „Wenn Sie gebacken wird, ist die Schärfe schneller da“, erläutert er den Unterschied zum kalten Genuss. Eine Institution sind die beiden Stände der Brüder Michael und Markus Sulzbacher: „Wir sind schon immer dabei“, sagt der Jüngere, Markus Sulzbacher. Er lockt mit Aal, Lachsforelle und Saiblingsfilet, alles traditionell auf Buchenwacholder geräuchert. Sein Bruder wiederum bietet Tiroler Käsesorten wie Trentingrana und Wurstarten wie Hirschwurzn sowie Zillertaler Teufelswürstchen. Nebenan sind auch Schweinesteaks vom Nacken und Kamm erhältlich, dazu gibt es Kartoffelsalat. Verlockend erweist sich zudem der Duft von Brotspezialitäten wie Kümmelkruste und Kastanienbrot. Kein Wunder, dass sich viele Besucher auf den hölzernen Sitzgarnituren niederlassen und sich mit der einen oder anderen Leckerei stärken, etwa Crêpes mit Nutella oder Vanillecreme. Oder mit Bier beziehungsweise Weinschorle den Durst stillen. Die Frauen stöbern hernach noch durch das umfangreiche Sortiment an Handtaschen, die aus recyceltem Kunststoff gefertigt wurden, Geldbeutel und Gürtel aus Leder, geschnitzte Handwerksartikel oder eine Auswahl unterschiedlichen Blumen. Die zahlreichen Kinder indes bestehen auf einem kurzen Zwischenstopp am Süßwarenstand, ehe die Familie den Nachhauseweg antritt. Lediglich ein Pärchen aus Waldsee, das in die Nachbargemeinde gewandert ist, hatte sich den Markt größer vorgestellt. „Es war jedoch nicht uninteressant“, sagt er diplomatisch.

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