Rhein-Pfalz Kreis Klein hofft auf weniger Verkehr im Ort

Fussgönheim. Das Dorf soll schöner und ruhiger werden – unter diesem Titel könnten die Vorhaben stehen, die Fußgönheims Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD) für das kommende Jahr nennt: So soll der Bereich am Bürgerhaus erneuert und der Ausbau des Pfalzmarktwegs fortgesetzt werden. Die Umfahrung soll innerorts für weniger landwirtschaftlichen Verkehr sorgen, hofft Klein.
Am Bürgerhaus und dem angrenzenden Kartoffelmuseum soll das Außengelände gestaltet werden, erläutert die Bürgermeisterin. Das Land habe im vergangenen Jahr Zuschüsse zugesagt, worauf mit den Arbeiten begonnen worden sei. Zur Hauptstraße hin soll ein Rankbogen gebaut werden. Die Form knüpfe an die Torbögen in der Straße an und soll begrünt werden. Ursprünglich war geplant, mit dem Dorferneuerungsprogramm auch den Kerweplatz zusammen mit dem Bürgerhaus-Gelände zu gestalten. Dieses Vorhaben wird aber laut Klein verschoben. Die Bürgermeisterin erinnert daran, dass auch Bürger Zuschüsse für private Investitionen mit dem Dorferneuerungsprogramm beantragen können. Einige Bürger hätten schon erfolgreich Anträge gestellt. Die Landesmittel gebe es für optische Verschönerungen, für Energiesparmaßnahmen und andere Investitionen. „Man sieht, dass schon einiges gemacht wurde, während zugleich das Ortsbild erhalten wurde“, sagt Klein. Das Straßenausbauprogramm im Ort wurde 2015 abgeschlossen. Auf den Feldern wurde der Mutterstadter Weg saniert, der an die innerörtliche Mutterstadter Straße anschließt. Dabei musste eine Gasleitung verlegt werden. Fortgesetzt werde in diesem Jahr der Bau des Pfalzmarktweges, zwischen dem Mutterstadter Pfalzmarkt und Großmarkt Maxdorf. Derzeit sei auf Fußgönheimer Gebiet schon der Schottergrund gelegt worden, bald werde asphaltiert. Ziel sei die Weiterführung noch im Frühjahr bis zur Autobahn 650. „Wir hoffen auf eine enorme Entlastung der Ortsdurchfahrt vom landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr“, sagt Klein. Die Verkehrsberuhigung im Ort bleibt Thema. Der Ortsgemeinderat habe Tempo 30 für bestimmte Abschnitte der Bahnhofstraße beschlossen, ebenso wie Querungshilfen. Nun müsse noch der Landesbetrieb Mobilität zustimmen. Außerdem soll die Behörde auch den Verkehrslärm in der Gemeinde messen, Ergebnisse gibt es nach Angaben von Klein noch nicht. Im Fußgönheimer Gewerbegebiet wird demnächst die Erweiterung der Firma Frigotrans bezugsfertig. Nicht nur finanziell, auch optisch sei das am Standort eine Bereicherung, meint Klein. Das Gewerbegebiet Am Goldberg sei damit durchgängig belegt. Nur am Weisenheimer Weg gebe es noch ein freies Grundstück. Für die Bebauung des Kirschgartens wurde der Bebauungsplan geändert und der Bauantrag genehmigt. In dem Gebiet zwischen Hauptstraße, Schillerstraße und der Straße Im Kirchgarten sollen 24 Wohneinheiten gebaut werden. Dabei sollen fünf Häuser für seniorengerechtes Wohnen entstehen. Alte Gebäude seien weitgehend abgerissen, die Bauarbeiten sollen bald beginnen. In einem der entstehenden Gebäude könnte auch ein Arzt eine Praxis eröffnen. Über die Aktion „Ort sucht Arzt“ soll ein Mediziner gefunden werden. Die Praxisräume wolle die Gemeinde anbieten, Parkplätze auf dem Kerweplatz seien ganz in der Nähe, so dass der Standort attraktiv sei, ist Klein überzeugt. Mit Beginn des nächsten Schuljahres wird in Fußgönheim die betreuende Grundschule eingeführt: Vor dem Schultag und danach bis 17 Uhr sollen die Kinder betreut werden. Der dafür nötige zusätzliche Raum soll jetzt gebaut werden. Zu guter Letzt hat der Kartoffelkreisel Gestalt angenommen und wurde mit robusten Pflanzen angelegt, die Kreiselfläche zeigt einen Bachlauf. Für den Jahresabschluss 2014 erwartet die Bürgermeisterin entgegen ursprünglicher Planungen einen ausgeglichenen Haushalt. Der Abschluss soll dieses Jahr erstellt werden.