Rhein-Pfalz Kreis Kirche für die Zukunft fit machen

Das Kernteam Pastorales Konzept mit dem Pastoralteam. Sie haben mit Arbeitsgruppen Projekte erarbeitet, die die Kirchengemeinden
Das Kernteam Pastorales Konzept mit dem Pastoralteam. Sie haben mit Arbeitsgruppen Projekte erarbeitet, die die Kirchengemeinden lebendig halten sollen.

«Dannstadt-Schauerheim.» Auf 65 Seiten steht nun schwarz auf weiß, was sich die Pfarrei Heiliger Sebastian für die Zukunft wünscht. Die Broschüre ist das Ergebnis der Arbeit am Pastoralen Konzept. Sie stellt das Vorgehen sowie das Konzept mit seinen neun Aktionsfeldern vor. „Die Arbeitsgruppen haben tolle Arbeit geleistet“, lobt Johannes Beck. „Damit haben wir den Grundstein für die Arbeit in den kommenden Jahren gelegt“, ergänzte Peter Reinartz. Sie beide gehören zum Kernteam „Pastorales Konzept“. Das Ziel ihrer Arbeit: die Kirchengemeinde auch in Zukunft lebendig und interessant gestalten. Nach den Strukturveränderungen durch das Gemeindepastoral 2015, aus dem auch die Pfarrei Heiliger Sebastian hervorgegangen ist, hatten alle Pfarreien in der Diözese Speyer den Auftrag, ein Pastoralkonzept zu entwickeln. In der Pfarrei Heiliger Sebastian begann dieser Prozess 2017 mit der Analysephase, an die sich 2018 die Konzeptphase anschloss. In dieser beteiligten sich 150 Menschen aller Altersgruppen in 16 Arbeitsgruppen wie junge Familien, Senioren oder Jugend. Sie haben über sechs Monate hinweg kreative Ideen für die Weiterentwicklung der Pfarrei für die nächsten zehn Jahre herausgearbeitet. „Eine spannende Zeit liegt hinter uns“, sagte Pfarrer Michael Hergl bei der Pfarrversammlung zur Vorstellung des Konzepts am vergangenen Sonntag im Pfarrzentrum St. Michael. Er freute sich, dass mehr als 110 Gemeindemitglieder gekommen waren, um sich über die Zielrichtung ihrer Pfarrei zu informieren. Johannes Beck und Peter Reinartz präsentierten die wesentlichen Ergebnisse, die sich allesamt an der Vision „Unsere Pfarrei, eine lebendige Gemeinde, offen, bunt und vielfältig“ orientieren. 190 Punkte haben die Arbeitsgruppen in den Aktionsfeldern „einladende und aktivierende Kirche“, „Glauben leben mit allen Sinnen“, „Liturgie“, „Katechese“, „Caritas“, „Ökumene“, „Bildung“, „Ressource/Management“ und „Kommunikation/Information/Marketing“ herausgearbeitet. Zum Teil (72 Punkte) bestehen diese Projekte bereits und sollen fortgeführt werden. Andere (79 Punkte) sollen in der kommenden Amtsperiode der Pfarrgremien von 2019 bis 2023 begonnen werden. Weitere 38 Aktionen wurden zwar vorgeschlagen, sollen aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgegriffen werden. Darüber hinaus ist jedes Aktionsfeld in sechs Untergruppen unterteilt: permanente, punktuelle, spirituelle Angebote, spezielle Einladungen und Mehrgenerationen-Ansatz. Wesentliche Schwerpunkte sollen Aktionen für Familien, Jugend, Senioren, Gottesdienste, Kirchenmusik, Imagekampagne und Kommunikation sowie der Mehrgenerationen-Ansatz sein. So ist für Oktober bereits ein Familienmusiktag in Planung, mit dem übergreifend die Felder Familie und Kirchenmusik in den Blick genommen werden. Zentrales Element für die Umsetzung dieses Pastoralen Konzepts ist die Bereitstellung entsprechender Versammlungsräume, die zudem identitätsstiftend wirken sollen. Daher spricht man sich für den Erhalt der Immobilien aus, ist aber zugleich offen für alternative Versammlungsmöglichkeiten. „Wichtigstes Resultat ist, dass die Pfarrei zusammenwächst“, sagte Johannes Beck. Dies zeigen stimmungsvolle Pfarrfamilientage ebenso wie die Eigendynamik, die sich in einigen Arbeitsgruppen entwickelt hat, da sie teilweise weiterarbeiten. Die wohl wichtigste Frage aus dem Publikum an diesem Nachmittag war: „Wer soll das machen?“ „Wir hoffen natürlich auf neue Mitarbeiter, die sehen ,Oh, da tut sich was‘ und sich dann einbringen“, sagte Johannes Beck. Vielleicht könne auch jemand Altes aufgeben und etwas Neues ausprobieren. „Einiges kann man sicher auch gemeinsam mit der protestantischen Gemeinde machen“, ergänzten Vertreter der Ökumene. Noch Fragen? Das Pastorale Konzept ist als Broschüre oder im Internet unter www.hl-sebastian.de/pastorales-konzept einzusehen.

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