Dirmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Interview: Mit kluger Essensvorbereitung Zeit und Geld sparen

Einmal schnippeln, mehrfach verwenden. Auch so könnte man auf den Punkt bringen, worum es beim „Meal Prep“ geht.
Einmal schnippeln, mehrfach verwenden. Auch so könnte man auf den Punkt bringen, worum es beim »Meal Prep« geht.

Um das stressfreie Vorausplanen von Mahlzeiten dreht sich am 18. April ein Kurs im Programm der Dirmsteiner Landfrauen. Marianne Demessier aus Bobenheim-Roxheim erklärt im Interview, was die Vorteile des Prinzips „Meal Prep“ sind.

„Vorkochen neu entdeckt“ ist der Untertitel Ihres Kochkurses. Das klingt nach einem Trend. Oder warum haben Sie dieses Thema ausgewählt?
Ausgewählt hat das der Landfrauenverband Pfalz, der ausgebildete Kursleiterinnen wie mich dann entsprechend geschult hat. Das heißt: Wir haben in Neustadt im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum die Zubereitung der Gerichte aus dem Rezeptheft zum Thema gezeigt bekommen. Aus diesem Pool wählen die Referentinnen und Referenten für ihre Seminare fünf Gerichte aus, die sie in den Landfrauen-Ortsvereinen vorstellen. So kann jeder Kursteilnehmer von diesen fünf Rezepten kosten.

Was genau ist denn mit „Meal Preparation“ gemeint?
Der englische Begriff bedeutet genau genommen das Vorbereiten von Mahlzeiten. Im weiteren Sinn ist gemeint, dass man an einem Tag so kocht und Zutaten vorbereitet, dass man die ganze kommende Woche gar nicht oder nicht mehr lang in der Küche stehen muss. „Meal Prep“ fängt bei der klugen Zusammenstellung des Speiseplans und der Einkaufsplanung an und geht über die geeignete Art des Garens bis zum Einfrieren und den Platz sparenden Behältnissen für den Kühlschrank. Man plant für eine ganze Woche hauptsächlich das Mittag- und das Abendessen durch und spart auf diese Weise viel Zeit. Die weiteren Vorteile: Man kauft gezielt ein, beugt der Lebensmittelverschwendung vor, kann die Portionsgrößen den eigenen Umständen anpassen und isst in der Regel ziemlich gesund.

Muss man dann eine Woche lang jeden Tag dasselbe essen?
Nein. Man kombiniert die vorbereiteten Zutaten einfach immer wieder anders. Ich nenne mal das Beispiel Tomatensoße. Die kann man in größerer Menge kochen und einmal mit Nudeln und Hackbällchen kombinieren, einmal in einem Shakshuka-Gericht verwenden und einmal auf einen Pizzaboden geben. Und wenn ich für das Tomatensoßengericht ohnehin schon Nudeln gekocht habe, dann kann ich einen Teil davon in einem Blumenkohlauflauf verwenden, während ein Teil des gekochten Blumenkohls zwei Tage später als Salat mit einem Dressing zubereitet wird, das am übernächsten Tag auch zu einem grünen Salat passt.

Termin

„Meal Prepping – Kochkurs der Landfrauen am Donnerstag, 18. April, um 19 Uhr in der Küche der Dirmsteiner Grundschule. Gedeck und Glas sind mitzubringen. Anmeldung und Infos zum Teilnehmerbeitrag bei Ellenruth Schultz, Telefon 06238 98024, oder Rosemarie Ziehl, 06238 3198.

Marianne Demessier gehört zum Referententeam des pfälzischen Landfrauenverbands.
Marianne Demessier gehört zum Referententeam des pfälzischen Landfrauenverbands.
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