Zur sache RHEINPFALZ Plus Artikel Gefahren im Rhein-Pfalz-Kreis

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Die durch Starkregen ausgelöste Flutkatastrophe hat das Ahrtal auch aufgrund seiner lokalen Topografie besonders getroffen. An den Hängen floss das Wasser in die Täler und kanalisierte sich dort in den Bächen und Flüssen. Allerdings ist auch der flache Rhein-Pfalz-Kreis nicht vor Starkregen gefeit. Wie aus einer Karte hervorgeht, schätzt das Landesamt für Umwelt nach einer Landschaftsanalyse ein, dass im Rhein-Pfalz-Kreis die Gefahr in den Gemeinden Maxdorf, Fußgönheim, Limburgerhof, Dudenhofen, Hanhofen und Harthausen durch eine Sturzflut hoch ist. Deshalb fordert die Dudenhofener FDP-Fraktion ein Starkregenkonzept für das Spargeldorf. Als gering sieht das Landesamt die Gefahr in Heuchelheim und der Verbandsgemeinde Rheinauen an, die dagegen eher durch Hochwasser gefährdet ist. Deswegen wird in der VG gerade ein Hochwasserschutzkonzept erarbeitet. In den übrigen Kreisgemeinden wird die Gefahr einer durch Starkregen ausgelösten Sturzflut als mäßig eingestuft.

Mit Blick auf betroffene Siedlungsgebiete trifft die Starkregengefährdungskarte keine Aussage. Das Landesamt verweist dabei auf die Kommunen, in denen die Situation „unter Beachtung der realen Verhältnisse vor Ort untersucht und eingeschätzt werden muss“. Zudem betont die Landesbehörde, dass es bei extremen Niederschlägen auch in Bereichen zu Überflutungen kommen kann, die in Gefährdungskarten nicht aufgeführt sind. Begründet wird dies damit, dass praktisch auf jeder geneigten Fläche bei Starkregen in kurzer Zeit viel Wasser abfließt, was zu Schäden in unterhalb gelegenen Gebieten führen kann. Auch wenn Totholz oder unsachgemäß gelagertes Material wie Brennholz oder Grünabfall vom Hochwasser weggeschwemmt werde und sich anderswo etwa an Brücken- oder Rohrdurchlässen festsetze, könne es zu Rückstau und Überflutungen kommen.

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