Rhein-Pfalz Kreis Gebühren bleiben stabil
FuSSgönheim/Maxdorf. Die Entgelte für Schmutzwasser und Oberflächenentwässerung in der Verbandsgemeinde Maxdorf bleiben unverändert. Die Gebühr für die Oberflächenentwässerung der Straßen könnte sogar sinken. Das hat Fachbereichsleiter Robert Schimbeno am Dienstag bei der Sitzung des Verbandsgemeinderats im Fußgönheimer Bürgerhaus erklärt.
Das Abwasserwerk ist ein Eigenbetrieb der Verbandsgemeinde Maxdorf. Seine Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2014 umfasst ein Volumen von rund 26,6 Millionen Euro und weist einen Jahresgewinn von rund 603.000 Euro aus. Dieser soll gemäß einstimmigem Ratsbeschluss auf die neue Jahresrechnung vorgetragen werden. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 297.000 Euro. Die deutliche Steigerung begründete Schimbeno mit dem Wegfall von Abschreibungen bei der Kläranlage Lambsheim in Höhe von rund 320.000 Euro. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte der Gewinn lediglich 282.000 Euro betragen, sagte der Verwaltungsmitarbeiter. Durch den Jahresgewinn erhöhte sich das Eigenkapital auf rund 6,8 Millionen Euro, was 47,2 Prozent des Gesamtkapitals entspricht. Nach Schimbenos Angaben investierte der Eigenbetrieb im vergangenen Jahr rund 1,2 Millionen Euro in sein Versorgungsnetz. Größter Einzelposten war demnach der Bau eines Regenwasserkanals in der Mutterstadter Straße in Fußgönheim für 366.000 Euro. Der Austausch des Kanals in der Albertine-Scherer-Straße in Birkenheide kostete 228.000 Euro. Daneben schlugen in Maxdorf der Stauraumkanal in der Siemensstraße mit 215.000 Euro und die Kanalarbeiten im Baugebiet BASF-Siedlung III mit 166.000 Euro zu Buche. Zudem bezuschusste das Werk die Kosten der Dacherneuerung in der alten Kläranlage mit 57.000 Euro. Der Entsorgungsbereich des Abwasserwerks umfasst das Gebiet der Verbandsgemeinde mit den drei Ortsgemeinden Birkenheide, Fußgönheim und Maxdorf, in denen rund 12.600 Menschen wohnen. Die Schmutzwassermenge stieg im vergangenen Jahr um rund 31.100 auf nunmehr rund 610.000 Kubikmeter. Das entspricht einer Zunahme um 5,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2013. Die Abwassergebühren wurden laut Schimbeno zuletzt im Jahr 2006 erhöht. Seit fast zehn Jahren werden 2,51 Euro je Kubikmeter Schmutzwasser und 1,13 Euro je Quadratmeter für die Oberflächenentwässerung fällig. Die Gebühr für die Oberflächenentwässerung der Straßen wurde im Jahr 2012 von 1,37 Euro auf 1,17 Euro je Quadratmeter gesenkt. Dieser Beitrag könnte sich zukünftig noch etwas verringern, stellte Schimbeno in Aussicht. Zugleich betonte er, dass zunächst eine neue Gebührenkalkulation nötig sei. Entsprechende verwaltungsinterne Gespräche und Kostenermittlungen liefen bereits. Mit einer Pro-Kopf-Belastung der Bürger von 145 beziehungsweise 169 Euro liege der Eigenbetrieb landesweit im guten Mittelfeld. Es gebe zwar Kommunen mit niedrigeren Gebühren, aber die Spitzenwerte lägen teilweise bei rund 300 Euro. Bürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD) hob hervor, dass erneut kein Darlehen erforderlich gewesen sei, um die Investitionen zu finanzieren. Auf die Aufnahme solcher Kredite könne der Eigenbetrieb damit nun schon seit 2009 verzichten. Zugleich sei es gelungen, die Zinslast weiter zu verringern. „Wir können stolz darauf sein, dass unsere Abwasserpreise seit 2006 stabil sind“, sagte sie. Das lobte auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Alfons Wiebelskircher. Daneben wies er darauf hin, dass sogar der gesetzlich vorgeschriebene Mindestgewinn erwirtschaftet werden konnte. „Das bedeutet, dass alle unsere Entscheidungen in den vergangenen Jahren richtig waren, auch die umstrittene Rückzahlung der Schulden der Gemeinde“, erklärte Wiebelskircher.