Fussgönheim
Fußgönheim verzichtet bei LED-Umrüstung auf Bundesförderung
Die Ortsgemeinde Fußgönheim plant die Umrüstung ihrer Beleuchtung auf LED-Technologie und will das Projekt im Zuge des kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation (Kipki) realisieren. Gesamtwert der Maßnahme: rund 170.000 Euro. Weil die Kipki-Richtlinien vorsähen, dass seitens der Ortsgemeinde weitere Fördermittel zu beantragen sind – nämlich beim Land Rheinland-Pfalz (ZEIS-Förderung, circa 34.000 Euro) und beim Bund (ZUG-Förderung, circa 42.000 Euro) – habe man sich daran auch gehalten, berichtete Ortsbürgermeisterin Heike Seifert-Leschhorn (CDU) zuletzt im Gemeinderat.
Das Problem? Wegen des Scheiterns der Berliner Ampelkoalition und dem anschließend auf Eis liegenden Bundeshaushalt sei die ZUG-Förderung des Bundes im Dezember 2024 abgelehnt worden. „Inzwischen ist dieser Fördertopf zwar wieder geöffnet, für eine erneute Antragstellung ist uns gegenüber aber eine Bearbeitungszeit von etwa sechs Monaten prognostiziert worden“, erläuterte Seifert-Leschhorn den Ratsmitgliedern. Mit einem Förderbescheid aus Berlin habe man entsprechend erst im Dezember dieses Jahres rechnen können. Eine solch lange Wartezeit wiederum hätte laut der Ortsbürgermeisterin die Kipki-Förderung ins Wanken gebracht. Denn: Das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation in Rheinland-Pfalz fördert Maßnahmen nur bis zum 30. Juni 2026. Bis zu diesem Stichtag im kommenden Jahr müssen alle Vorhaben umgesetzt und auch abgerechnet sein.
Anfang Juni hat Seifert-Leschhorn als Bürgermeisterin deshalb entschieden, auf die Bundesförderung für die LED-Umstellung zu verzichten. „Diese rund 42.000 Euro muss die Gemeinde jetzt zwar selbst bezahlen“, sagte die Christdemokratin. „Am Ende allerdings die 89.000 Euro Fördermittel über das Kipki-Programm nicht in Anspruch nehmen zu können, wäre für uns noch teurer geworden.“ Die LED-Umrüstung in Fußgönheim solle nun möglichst zügig umgesetzt werden, die entsprechenden Vorbereitungen durch ein Ingenieurbüro seien bereits getroffen worden.