Frankenthaler Umland RHEINPFALZ Plus Artikel Freileitung: Amprion erhöht die Spannung

Zug um Zug wird die Hochspannungsleitung auf eine höhere Spannung gebracht.
Zug um Zug wird die Hochspannungsleitung auf eine höhere Spannung gebracht.

Der Netzbetreiber Amprion, der in Lambsheim ein großes Umspannwerk besitzt, will die mehr als 80 Kilometer lange Freileitung zwischen Bürstadt in Hessen und Wörth am Rhein modernisieren. Derzeit werden die Kommunen, die davon tangiert werden, um Zustimmung zum Planfeststellungsverfahren gebeten.

Von der Region Frankenthal aus verläuft die Stromleitung über Dannstadt-Schauernheim und Lustadt bis in die Umspannanlage Maximiliansau. Sie sei eine wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, teilt das Dortmunder Unternehmen auf Anfrage mit. Die Leitung sei häufig stark ausgelastet. Um sie fit zu machen für die Zukunft, erhöht Amprion nun die Kapazität der Stromverbindung.

Zwei Stromkreise werden nach Firmenangaben bald nicht mehr auf der Spannungsebene von 220 Kilovolt (kV) betrieben, sondern auf bis zu 380 kV. Mit der Installation hochmoderner neuer Leiterseile vermeide man einen Neubau der Leitung, erklärt Carsten Langer von Amprion, der das Planungs- und Genehmigungsverfahren des Projekts leitet. Für die Spannungserhöhung müssten nur vereinzelt Maste verstärkt oder neu errichtet werden, die große Mehrheit sei bereits für die neuen Seile ausgelegt. Die Umbeseilung selbst wird nach und nach mit Spezialwinden durchgeführt. Dabei wird das neue Leiterseil an das vorhandene angebracht, und während das eine herunterzogen wird, wird das andere aufgezogen.

Bürger können Stellung nehmen

Für diese Arbeiten auf dem Gebiet der Pfalz hat Amprion einen Antrag auf Planfeststellung bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Koblenz eingereicht. In den vergangenen Wochen lagen die Unterlagen in den beteiligten Gemeinden zur Einsicht aus. Noch bis Ende April können Bürger sowie die Träger öffentlicher Belange Stellungnahmen zu dem Vorhaben einreichen.

„Der Kontakt zu den Menschen vor Ort ist uns sehr wichtig“, sagt Nancy Kluth, Projektsprecherin von Amprion. „Deshalb haben wir in den vergangenen anderthalb Jahren alle betroffenen Kommunen besucht und etwa ein Dutzend Bürger-Infomärkte abgehalten – lange vor dem offiziellen Genehmigungsverfahren.“ Bei diesen Terminen habe man einige wertvolle Hinweise bekommen, zum Beispiel auf kleinere Vogelbrutgebiete. Und auch während des Bauablaufs will das Dortmunder Unternehmen regelmäßig die Bevölkerung informieren.

Kontakt

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte unter www.amprion.net/Netzausbau und unter der kostenlosen Amprion-Hotline 0800 5895 2474, werktags von 8 bis 16 Uhr.
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