Rhein-Pfalz Kreis Feuerwehr: Führungsteam mit Nachwuchssorgen

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Bobenheim-Roxheim. 121 Einsätze hatte die Bobenheim-Roxheimer Wehr im vergangenen Jahr zu bewältigen. Das hat der Wehrleiter Kai Neiheiser dem Rat berichtet. Zuvor waren er sowie seine Stellvertreter Oliver Hetzel und Dominik Dinges als Wehrleiter für die nächsten zehn Jahre vereidigt worden.

Ihre Aufgaben hatten die Kameraden zwar bereits wahrgenommen, vereidigt wurden sie jetzt, weil sie nun wichtige Lehrgänge erfolgreich abgeschlossen haben. Im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehr ungewöhnlich viele Einsätze wegen der starken Unwetter, berichtete Neiheiser in seiner Rede. Beunruhigt zeigt er sich aber vor allem mit Blick auf die Zahl der Wehrleute: Von 46 Kameraden hätten fünf den Dienst quittiert und nur einer sei dazugekommen. Er erklärt das mit dem demografischen Wandel und einem sich änderndem Lebensstil: „Mit roten Autos und Blaulicht ist niemand mehr hinter dem PC oder Tablet hervorzulocken“, resümierte Neiheiser. Seine Hoffnung setzt er auf die Jugendwehr, damit müsse man Interesse bei den jungen Leuten wecken. Sechs bis acht Betreuer kümmerten sich um 18 Jugendliche. „Aber wir geraten an die Grenzen beim Betreuerteam“, sagte Neiheiser. Sensibilisieren wollte er die Ratsmitglieder auch dafür, dass alte Fahrzeuge ausgetauscht werden müssten. Für ein Löschfahrzeug von 1994 gebe es nur noch einen zugelassenen Reifenhersteller, gab er zu bedenken. 2018 benötige man einen Ersatz. Auch der Schutz der Insassen aus Fahrzeugen der 90er Jahre entspräche nicht den heutigen Sicherheitsstandards. Ein neues Fahrzeug sei „kein Spielzeug für die Feuerwehr, sondern dient der Sicherheit“, sagte Neiheiser. „Das Ziel ist, dass die Kameraden sicher zum Einsatz und noch sicherer nach Hause.“ Die Ratsmitglieder würdigten das ehrenamtliche Engagement und den Aufwand der Fortbildung mit Dankesworten. |jel

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