VG Römerberg-Dudenhofen
Für Rot-Grün-Gelb reicht’s nicht mehr
VG-Rat: Ampel abgewählt
Die Ampel-Koalition im Verbandsgemeinderat Römerberg-Dudenhofen hat ihre Mehrheit verloren. Statt wie bisher auf 20 kommen SPD, Grüne und FDP zusammen nur noch auf 17 Sitze. Mit gemeinsam 19 Sitzen haben künftig die bisherigen Oppositionsparteien CDU und FWG die Mehrheit. Wer mit wem zusammenarbeitet muss freilich noch verhandelt werden. 69,1 Prozent der Wahlberechtigten hatten bei der Verbandsgemeinderatswahl ihre Stimmen abgegeben. Während die Christdemokraten nur leicht auf 38,4 Prozent (2019: 37,7) zulegen konnten und bei 14 Sitzen verharren, haben die Freien Wähler deutlich hinzugewonnen: Mit 12,8 Prozent und fünf Sitzen (2019: 6,8 Prozent, zwei Sitze) ziehen sie in den Rat ein. Verlierer sind die Grünen, die von 25 auf 17,7 Prozent absackten und nur noch sechs statt neun Sitze erhalten. Die SPD kann sich über leichte Zugewinne (22,9 Prozent, 2019: 21,5) und wieder acht Sitze im Rat freuen. Auch die FDP bleibt auf ähnlichem Niveau wie vor fünf Jahren (8,2 Prozent, 2019: 8,9) mit drei Sitzen. Routinier Jürgen Creutzmann wird nicht mehr dabei sein.
SPD stark in Dudenhofen
Nach der Niederlage bei den Ortsbürgermeisterwahlen ging es am Montag weiter mit den schlechten Nachrichten für die CDU in Dudenhofen: Die Partei konnte nicht vom bundesweiten Aufwärtstrend profitieren und verlor bei den Wahlen zum Ortsgemeinderat (Beteiligung 72,4 Prozent) gegenüber der Wahl vor fünf Jahren sogar Stimmenanteile. 32,7 Prozent (2019: 36,9) bedeuten am Ende sieben Sitze im Rat – einer weniger als bisher. Die SPD steigerte sich noch einmal auf 31,9 Prozent und ebenfalls sieben Sitze (2019: 28,1 Prozent, sechs Sitze). Dabei lässt sich ein regelrechter Hook-Effekt beobachten: Nicht nur dass der wiedergewählte Bürgermeister Jürgen Hook auf Listenplatz eins über die Ziellinie ging, Tochter Ronja wurde auf Platz zwei und Frau Petra auf Platz sieben nach vorne gewählt. Grüne (11,4 Prozent, drei Sitze) und FDP (5,8 Prozent, ein Sitz für Jürgen Creutzmann) büßen beide jeweils ein Ratsmandat ein. Im Gegenzug haben die Freien Wähler ihre Sitze auf vier verdoppelt (18,2 Prozent). Das bedeutet: Die Ampel-Parteien haben keine Mehrheit mehr, sondern liegen mit CDU und FWG gleichauf – ein kleiner Trost für die Christdemokraten.
Grüne verlieren in Römerberg
In Römerberg hat die CDU nach dem Absturz vor fünf Jahren wieder zugelegt. Allerdings reicht es mit 44,7 Prozent und 11 Sitzen nicht zur absoluten Mehrheit. Die meisten Stimmen bei der Ortsgemeinderatswahl (Beteiligung 68,3 Prozent) bekam Franz Zirker, dicht gefolgt vom Ratsneuling Andreas Ruhnke. Die Grünen mussten Verluste hinnehmen – trotz Bürgermeister Matthias Hoffmann als Zugpferd, der mit mehr als 3000 Stimmen deutlich auf Platz eins unter den Grünen-Kandidaten gewählt wurde. Insgesamt gaben aber „nur“ noch 26,7 Prozent der Wähler der Partei die Stimme – viel im Vergleich zu anderen Orten, wenig im Vergleich zu 2019, als die Grünen bei 35,4 Prozent lagen. Die Verluste bedeuten: nur noch sechs statt acht Sitze. Einen davon soll nach dem Willen der Wähler Heinz-Peter Schneider bekommen, den sie vom letzten Listenplatz in den Rat wählten. Die SPD darf sich entgegen dem Trend über Zugewinne freuen: 16,7 Prozent (2019: 12,7) bringen ihr vier statt bisher drei Sitze. Die FDP kommt mit 11,9 Prozent auf drei Mandate wie vor fünf Jahren.
CDU-Hochburg Harthausen
Obwohl es ihr nicht gelang, einen Bürgermeisterkandidaten zu stellen, hat die CDU ihre Hochburg Harthausen bei den Gemeinderatswahlen (Beteiligung 69,6 Prozent) verteidigt: Mit 56,5 Prozent verlor sie gegenüber 2019 (57,9 Prozent) nur leicht. Sie bleibt bei elf Sitzen und damit der absoluten Mehrheit im Rat. Die SPD hat hingegen mehr als 10 Prozentpunkte und zwei Sitze eingebüßt (18,8 Prozent, vier Sitze). Im Gegenzug ergatterten die erstmals angetretenen Grünen zwei Sitze (12,2 Prozent). Die FDP zieht wieder mit drei Sitzen (12,5 Prozent, 2019: 13,1) in den Rat ein.
SPD fast stabil in Hanhofen
Mit elf Sitzen hatte die SPD-Fraktion bislang die Mehrheit im Ortsgemeinderat Hanhofen. Das ändert sich – wobei die Sozialdemokraten bei den Gemeinderatswahlen (Wahlbeteiligung 63,5 Prozent) mit einem blauen Auge davonkamen: Auf zehn der 20 Ratssitze kam die SPD mit 49,3 Prozent der Stimmen diesmal (2019: 50,4 Prozent, 11 Sitze). Die meisten Stimmen erhielt dabei Silke Schmitt-Makdice, die von den Hanhofenern auch als Ortsbürgermeisterin wiedergewählt worden war. Die CDU, die ohne Bürgermeisterkandidat in die Wahl gegangen war, gewinnt im Rat einen Sitz hinzu und hat nun acht Sitze. Mit Evelyn Cebulla hat es eine der vier Neulinge auf der Liste in den Rat geschafft. Die FDP bleibt in Hanhofen bei zwei Sitzen.
Der künftige VG-Rat