Dannstadt-Schauernheim
Fördermittel für Anti-Corona-Belüftung?
„Es geht vor allem darum, unsere Schulen zukunftssicher zu machen“, erläuterte FDP-Fraktionschef Marc Hauck den gemeinsamen Antrag von SPD und Freidemokraten. Denn das derzeit dort praktizierte Lüften, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, werde im Winter problematisch. Daher soll die Verwaltung – so auch der Wunsch des Verbandsgemeinderats – sich nun schlau machen, ob die drei Ortsgemeinden von der Förderung des Bunds profitieren kann.
Bürgermeister Stefan Veth (CDU) wies darauf hin, dass von Gebäuden, die der Verbandsgemeinde gehören, lediglich das Rathaus und die Kurpfalzhalle über eine Belüftungsanlage verfügen. Die Schulen würden keine besitzen. „Es geht also darum, zu prüfen, ob wir vorhandene Anlagen mit der entsprechenden Filtertechnik aufrüsten oder neue Anlagen einbauen können und ob das wirtschaftlich Sinn ergibt“, fasste er Prüfauftrag zusammen. Die Verwaltung könne das nicht leisten. „Dafür brauchen wir externe Experten.“
„Wir wissen nicht, ob Lüften alleine reicht.“
Ralf Klein (Grüne) fand eine solche Bestandsaufnahme sinnvoll. Er gab allerdings auch zu bedenken, dass nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand regelmäßiges Stoß- und Querlüften in den Klassensälen genüge. „Das funktioniert auch sehr gut“, berichtete er von seiner bisherigen Erfahrung als Lehrer. Bei großen Räumen wie der Kurpfalzhalle hingegen gehe das selbstverständlich nicht. Dem hielt Veth entgegen, dass die Meinungen selbst von Wissenschaftlern hier noch auseinandergingen. „Wir wissen nicht, ob Lüften alleine bei der sich verschlechternden Lage reicht“, sagte er. Herbert Hery (FDP) regte an, auch den eventuellen Einsatz mobiler Lüftungsgeräte als Alternative zu prüfen.
Manuela Winkelmann (CDU), zugleich Ortsbürgermeisterin von Dannstadt-Schauernheim, unterstützte den vorgeschlagenen Prüfauftrag ebenfalls. Zumal der Ortsgemeinderat sich auch dafür ausgesprochen habe. „Wir wissen ja nicht, wie lange Corona uns noch beschäftigen wird und wie das mit dem Lüften im Winter funktionieren wird“, argumentierte sie. Am Ende folgte der Rat dem Antrag von SPD- und FDP-Fraktion. Klein empfahl, mit anderen Schulen und der Schulaufsichtsbehörde abzuklären, wie sich zusätzliche Anlagen mit dem aktuellen Lüftungskonzept vertragen würden.