Rhein-Pfalz Kreis Erfolgskonzept rund ums Ei
«Fussgönheim.»Wenn es um Ostern und das Ei geht, zieht Marie-Luise Bingemann alle Register. Sie organisiert den Österlichen Kunsthandwerkermarkt in Fußgönheim und legt besonderen Wert auf gute Qualität. An den kommenden beiden Wochenenden warten in der Schlossscheune mehr als 60 Aussteller auf.
Mit feinen Pinselstrichen verwandelt Barbara Magin aus Dannstadt-Schauernheim Eier in Kunstwerke. Kurze Weisheiten oder auch österliche Motive zieren ihre bemalten Eier. Sie ist eine von mehr als 60 Ausstellern, die an den kommenden beiden Wochenenden in Fußgönheim zu Gast sind. Magin zeigt und verkauft ihre Eier am 16. und 17. März. Am ersten Markt-Wochenende, 9. und 10. März, zeigt diese Kunst Werner Müller aus dem saarländischen Nohfelden-Bosen. Organisatorin Marie-Luise Bingemann legt Wert auf Qualität. Sie beäugt im Vorfeld kritisch, was die einzelnen Aussteller anbieten. Bingemann kümmert sich seit 1999 federführend um die Organisation des Österlichen Kunsthandwerkermarkts des Fußgönheimer Heimat- und Kulturkreises. Der Markt ist übrigens der älteste in Deutschland. 1978 hat er zum ersten Mal stattgefunden. Damals wurden im Obergeschoss des Heimatmuseums bunte Ostereier gestaltet. Aber schnell machte sich der Markt einen Namen und zog Anfang der 1980er-Jahre nach Zwischenstationen im Schlosssaal und dem -seitentrakt in die Schlossscheune um. Dem Ostermarkt folgte wenig später die Fußgönheimer Vorweihnacht. Beides sind erfolgreiche Ausstellungen, die Künstler aus dem westdeutschen Raum und den Niederlanden anziehen. Auch die Gäste – gut 4000 werden jährlich beim Ostermarkt erwartet – kommen teils von weit her. Bingemann schaut sich übers Jahr gern mal deutschlandweit um, was sich auf dem Künstlermarkt so tut – und wer vielleicht Station in Fußgönheim machen könnte. So sind in jedem Jahr neue Aussteller mit von der Partie. In diesem Jahr zum Beispiel am ersten Wochenende Henrike Dreisbach aus Mannheim mit Papierarbeiten, Mirko Kunz aus Damscheid (Hunsrück) mit Weinfassdekorationen und Beate Siefer aus Neustadt/Wied mit Schmuckkreationen. Am zweiten Wochenende kommen erstmals Margitta Doell aus Beindersheim mit Perleneiern, Gerhard Nicklas aus Kirkel mit Drechselkunst sowie Johann Schrupp aus Heidelberg mit Holzarbeiten in die Schlossscheune. Im Obergeschoss des gegenüberliegenden Heimatmuseums im Schloss wird von Vereinsaktiven gesponnen, geklöppelt und die Technik des Patchwork vorgeführt. In der Schlossgalerie, Zugang Torhaus, wird die Sonderausstellung mit dem Titel „König Max, die Pfalz wird bayrisch“ gezeigt. Im „Deutschen Kartoffelmuseum“, der einstigen Synagoge, serviert die Pfälzische Kartoffelerzeugergemeinschaft Sortenversuche mit Quark. Auch gibt es Grumbeere zu kaufen. Die Schlosskirche sowie der neu gestaltete Schlossgarten sind geöffnet. Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen gibt es im Museumsstübchen des Schlosses. Termin Österlicher Kunsthandwerkermarkt, Samstag und Sonntag, 9. und 10. sowie 16. und 17. März. Geöffnet ist samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet zwei Euro.