Rhein-Pfalz Kreis Einmal Danke sagen

Kindergarten-Alltag: Erzieherin zu sein, bedeutet laut dem Kreiselternausschuss viel mehr als nur mit Kindern zu spielen.
Kindergarten-Alltag: Erzieherin zu sein, bedeutet laut dem Kreiselternausschuss viel mehr als nur mit Kindern zu spielen.

«Ludwigshafen.» Den Betreuenden Danke sagen und ihnen damit zeigen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird, dafür wirbt der Elternausschuss des Rhein-Pfalz-Kreises am Tag der Kinderbetreuung. Dieser ist am Montag, 14. Mai.

Als Dankeschön kann den Erzieherinnen und Erziehern an diesem Tag ein Kuchen, ein kleiner Blumenstrauß oder ein selbstgemaltes Bild geschenkt werden, nennt Inga Traxel-Sans Beispiele. Die 36-Jährige aus Dudenhofen ist im Kreiselternausschuss Ansprechpartnerin für die Ortsgemeinden Hanhofen, Harthausen, Römerberg und Dudenhofen. Dem Gremium sei es wichtig, dass der Beruf Anerkennung erfährt. Eine Erzieherin sei eine wichtige Bindungsperson in einer für das Kind prägenden Zeit, betont Traxel-Sans. „Ihr übergebe ich das Wichtigste, was ich habe – mein Kind“, sagt sie. Eine Erzieherin muss laut Traxel-Sans ihren Beruf mit Leidenschaft und Freude ausüben, „weil sie keine Akten von der einen zur anderen Stelle schiebt, sondern mit jungen Menschen zu tun hat“. Die Dudenhofenerin arbeitet in einem Kinderheim und weiß deshalb aus eigener Erfahrung, wie schwierig der Beruf ist, und wie schwierig es sei, Personal zu finden. Als einen Grund, dass es zu wenige Erziehungskräfte gibt, nennt Traxel-Sans die Ausbildung. Sie dauere fünf Jahre. „Das sind wie zehn Semester Studium, aber der Verdienst ist danach wesentlich geringer als nach einem Studium“, sagt die 36-Jährige. Außerdem sei das Ansehen des Berufs gering. „Erzieherinnen werden immer als Leute abgetan, die den ganzen Tag Kaffee trinken und spielen. Es ist aber so viel mehr“, betont die Frau aus Dudenhofen, die selbst ein Kind hat, das in die Kindertagesstätte Sandhase geht. Die Erziehungskräfte in der Kita begleiten ein Kind in einer wichtigen Lebensphase und legen den Grundstein für die soziale Entwicklung, sagt Traxel-Sans. „Sie müssen mit den Kindern nicht Lesen und Schreiben lernen, das machen die Kinder in der Schule, aber sie sollten eine positive Haltung gegenüber den Kindern haben“, findet die Dudenhofenerin. Um das Ansehen des Erzieherberufs zu erhöhen, müssten laut Traxel-Sans die Ausbildungsbedingungen verbessert und die Bezahlung überdacht werden. „Das ist eine politische Geschichte“, sagt sie und verweist auf unsere Nachbarländer, in denen Erzieher ein Studienberuf und die Anerkennung viel höher als in Deutschland sei. Kontakt —Weitere Infos zum Kreiselternausschuss im Internet unter www.kea-rheinpfalzkreis.jimdo.com. —Weitere Informationen zum Tag der Kinderbetreuung am 14. Mai im Internet unter www.tag-der-kinderbetreuung.de.

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