Dannstadt-Schauernheim Ein Trio soll die Lücke in der Dorfgeschichte füllen

Eine Postkarte hat Dannstadt-Schauernheim bereits, die Dorfchronik soll nun fortgeführt werden.
Eine Postkarte hat Dannstadt-Schauernheim bereits, die Dorfchronik soll nun fortgeführt werden.

Zwei Bände umfasst die Dannstadt-Schauernheimer Dorfchronik, ein dritter soll die Geschichte der beiden Ortsteile nun fortschreiben, empfiehlt der Kulturausschuss dem Ortsgemeinderat. Für diese Arbeit haben sich drei ortsbekannte Geschichtsfreunde angeboten.

Der erste Band der Dorfchronik bietet auf 416 Seiten einen Überblick von der Frühgeschichte bis zum Dreißigjährigen Krieg, der 1648 endete. Band zwei schreibt auf 289 Seiten die Entwicklung Dannstadts und Schauernheims bis zur Zeit Napoleons fort. „Bei ihm endet die Chronik bisher, dass ist eher ungewöhnlich“, umschreibt Stefan Endres die bemerkenswerte Lücke freundlich. Der Gymnasiallehrer für die Fächer Geschichte, Deutsch und Sozialkunde lebt seit 2000 im Ortsteil Dannstadt, ist mit einer Schauernheimerin verheiratet und Vater dreier Kinder. Manche kennen ihn auch von einem Vortrag beim 1250. Dorfjubiläum über die NS-Zeit in Dannstadt und Schauernheim.

Zusammen mit Ingo Dierck und Gemeindearchivar Winfried Seelinger bietet Endres der Kommune an, die Dorfchronik mit einem dritten Band mindestens bis 1969 fortzuschreiben. Dierck, früheres SPD-Ratsmitglied, wolle die Zeit von Napoleon bis bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 übernehmen, erläuterte Endres im Kulturausschuss, dem er das mögliche Vorgehen vorstellte. „Ich würde de die Weimarer Zeit bis 1933 übernehmen“, sagte er. Seelinger wiederum habe sich bereiterklärt, den dritten Band mit seinem umfangreichen Spezialwissen rund um seine Lieblingsthemen Schulentwicklung sowie Ein- und Auswanderer zu bereichern. Mit einigen Vorbereitungen habe er bereits begonnen, verriet Endres.

Die Ausschussmitglieder von CDU, FDP, Grünen und SPD begrüßten das Angebot und empfahlen dem Rat, das Trio die Chronik fortschreiben zu lassen.

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