Dannstadt-Schauernheim
Ehemalige Edeka-Filiale: Weg für neue Wohnhäuser frei
Auf dem rund 6700 Quadratmeter großen Areal zwischen Seebachring und Ludwigshafener Straße möchte der Eigentümer des Grundstücks, die Kittelberger Immobilien GmbH/Kaiserslautern, zwei jeweils dreigeschossige Wohnhäuser bauen. Das erste Haus soll 21 Wohnungen bieten, das zweite 14. Sie sollen 70, 90 und 120 Quadratmeter umfassen. Für die Bewohner sollen insgesamt 70 Autostellplätze geschaffen werden – inklusive solcher für Autofahrer mit Behinderung. Das einstige Einkaufsmarktgebäude muss für das Vorhaben abgerissen werden. Die Edeka-Filiale ist längst an den neuen Standort neben dem neuen Friedhof umgezogen.
Die mittlerweile elfte Änderung und zweite Erweiterung des Bebauungsplans „Mitte“ war nötig, da auf dem Gelände eigentlich Einzelhandel vorgesehen war. Ursprünglich sollte nach dem Umzug der Edeka-Filiale daher auch wieder ein entsprechendes Geschäft angesiedelt werden, zum Beispiel ein Drogeriemarkt. Doch die Suche nach einem Betreiber verlief im Sande. An dem für heute Ansprüche zu kleinen und verkehrstechnisch nicht gerade optimal angebundenen Standort wollte niemand einen solchen Laden betreiben. Deswegen waren Orts- und Verbandsgemeinde schließlich damit einverstanden, dass stattdessen bezahlbare Wohnungen entstehen. Denn die werden ebenfalls dringend benötigt. Die Änderung des Bebauungsplan hat Rat und Verwaltung seit 2017 beschäftigt. Mit dem Satzungsbeschluss am Montag endet dieses Kapitel nun.
Neubaugebiet schrumpft
Daneben hat sich der Ortsgemeinderat mit dem Bebauungsplan für das geplante Neubaugebiet „Zwischen Hauptstraße und Böhler Straße“ beschäftigt. Das Gebiet ist nach Angaben der Verwaltung zwischenzeitlich ein wenig verkleinert worden, damit die künftigen Wohnhäuser weit genug von einem Schweinemastbetrieb in der Hauptstraße entfernt liegen und deren Bewohner nicht von dem typischen Geruch eines solchen Betriebs belästigt werden. Die Erschließungsstraßen sind im Planentwurf entsprechend verlegt worden.
„Nach dem Geruchsgutachten benötigen wir jetzt noch ein Lärmschutzgutachten, da sich neben dem Neubaugebiet einige landwirtschaftliche Betriebe befinden“, sagt Ortsbürgermeisterin Winkelmann. Außerdem grenzen daran mit Haupt- und Böhler Straße eine jeweils viel befahrene Landesstraße (454) und eine Kreisstraße (22). Mit dem Gutachten hat der Rat für fast 8000 Euro die IBS GmbH/Frankenthal beauftragt.