Rhein-Pfalz Kreis Dorf erneuern, Wege bauen

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FUSSGÖNHEIM. Über die Ansiedlung zweier großer Gewerbebetriebe in Fußgönheim freut sich Ortsbürgermeisterin Marie-Luise Klein (SPD) ganz besonders. Bei der Dorferneuerung sollen als erste Projekte Bürgerhaus und Kerweplatz angepackt werden. Der durchgängige Denkmalschutz in der Hauptstraße bringe den Anliegern Vorteile in Form von möglichen Zuschüssen bei Sanierungsprojekten, berichtet Klein.

Fußgönheim

ist Schwerpunktgemeinde im Dorfentwicklungsplan des Landes. Das gilt noch für weitere zwei Jahre. So lange können Gemeinde wie Privatpersonen Fördermittel beantragen. Als Beispiel dafür, wer solche Zuschüsse vom Land zu bekommen kann, nennt Klein die Besitzer der Häuser in der Hauptstraße. Hier bestehe nun durchgängig Denkmalschutz, mit dem Ziel das Ortsbild zu erhalten. Wer als Anlieger sein Haus beispielsweise energetisch sanieren und gleichzeitig das Erscheinungsbild erhalten möchte, könne vom Land Zuschüsse bekommen, erklärt die Bürgermeisterin. Es habe schon Anträge und Bewilligungen gegeben. Möglich sei auch, Bauten umzuwidmen, zum Beispiel wenn aus früheren landwirtschaftlichen Gebäuden künftig Wohnraum werden soll. Für die geplante Dorferneuerung steht das Konzept. Als erstes werden Bürgerhaus und Kerweplatz umgebaut. Hierfür habe die Gemeinde Zuschüsse beim Land beantragt, die Antwort stehe allerdings noch aus, berichtet Klein. Ein größeres Projekt sei die Umgestaltung und Sanierung der Mutterstadter Straße gewesen. Hier waren Kanalarbeiten nötig, die in die Zuständigkeit der Verbandsgemeinde Maxdorf fallen. „In Fußgönheim haben wir das Problem, dass das Kanalsystem stellenweise zu klein dimensioniert ist, um bei Starkregen-Ereignissen das Wasser abzuleiten“, erklärt Klein, die auch Verbandsbürgermeisterin ist. In der Mutterstadter Straße sei deshalb ein separater Regenwasserkanal verlegt worden. Die Ortsgemeinde habe die Fahrbahn neu gestaltet und die Straßenbeleuchtung durch moderne LED-Lampen ausgetauscht. Die seien zwar in der Anschaffung teuer, verbrauchen aber laut Klein 60 Prozent weniger Strom und machen sich dadurch bezahlt. Dass FrigoTrans nun seinen Hauptsitz im Gewerbegebiet Fußgönheim hat, sei für die Gemeinde eine tolle Sache. Das Unternehmen ist auf klimatisierte Transporte von Pharmaprodukten spezialisiert. Zudem habe sich eine weitere Spedition, die Firma Bulkhaul, im Gewerbegebiet angesiedelt. Das Unternehmen habe das ehemalige Real-Gelände für seine Zwecke umgerüstet. „Die direkte Zufahrt von der Autobahn zum Gewerbegebiet war eine sehr gute Idee und ist nicht nur für die Speditionen ein wichtiger Standortfaktor“, ist die Bürgermeisterin überzeugt. Und mit Schmunzeln erinnert sie an den Namen, den der Weg vom alten Flurstück hat: Am Goldberg. Klein ist seit 1999 Ortsbürgermeisterin Fußgönheims und wurde 2014 wiedergewählt. Auf den Generationenwandel mit einem steigenden Anteil älterer Mitbürger hat die Gemeinde im innerörtlichen Bebauungsplan reagiert. Laut Klein sei nun der Bebauungsplan für das Gebiet Im Kirschgarten in Arbeit. Hier sollen fünf seniorengerechte Mehrfamilienhäuser entstehen. Die Bürgermeisterin erwartet im laufenden Jahr Bauanträge. Der lange erhoffte Weg für landwirtschaftlichen Verkehr über die Felder zum Pfalzmarkt werde hoffentlich voran kommen, laut Klein sind Gespräche mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) angesetzt. Ein Thema der nächsten Bauausschusssitzung sei die Sanierung des Mutterstadter Wegs, der Zuschuss des Landes sei zugesagt, die Gesamtkosten liegen laut Klein bei rund 200.000 Euro. Der ehemalige „Kartoffelkreisel“ an der L 454 soll endlich gestaltet werden. Klein hofft auf eine pflegeleichte Kreisfläche mit einem angedeuteten Bachbett aus Kiesel, Büschen und Mandelbäumen – alles genügsam und ohne zusätzlichen Wasseranschluss zu pflegen. Dafür müsse die Ortsgemeinde Maxdorf zustimmen.

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