Rhein-Pfalz Kreis Direkt zum Gemüse

Dannstadt-Schauernheim. Ein ganzes Stück Pfalzmarkt-Anschluss ist fertig. Auto- und Lastwagenfahrer können Teile der Trasse nutzen, um in Richtung Koblenz und Speyer zu rollen. Das teilt der Landesbetrieb Mobilität auf Anfrage mit. Bis Juli soll das Bauprojekt abgeschlossen sein, das vor allem die Straßen in Dannstadt-Schauernheim vom Verkehr entlasten soll.
Der Pfalzmarkt-Anschluss macht es möglich: Von der Landesstraße 530, die Mutterstadt und Dannstadt-Schauernheim verbindet, können Autofahrer direkt auf die Autobahn 61 auffahren. Beziehungsweise sie können von der Fernstraße herunterrollen. Noch ist das Projekt nicht vollständig abgeschlossen. Ein Teil der Ab- und Auffahrten kann nach Angaben des Landesbetriebs Mobilität (LBM) jedoch bereits genutzt werden. Möglich ist, über den Kreisel östlich der A 61 zwischen Mutterstadt und Dannstadt-Schauernheim in Richtung Koblenz auf die Autobahn aufzufahren. Außerdem können Menschen, die aus Richtung Speyer kommen, die Ausfahrt nach Mutterstadt Nord wieder nutzen. Und: Von dem Kreisel westlich der A 61 – unmittelbar vor der Zufahrt zum Pfalzmarkt – kommen Fahrer direkt auf die Autobahn und können in Richtung Speyer rollen. Umgebaut wird derzeit noch die Auffahrt auf die A 61 von Mutterstadt kommend, Richtung Speyer. Eine Umleitung ist laut LBM ausgeschildert. Doch im Juli soll das rund sieben Millionen Euro teure Projekt Pfalzmarkt-Anschluss komplett fertig werden. Das ist zumindest Kenntnisstand des Dannstadt-Schauernheimer Verbandsbürgermeisters. „Dass es jetzt schnell vorangeht, freut alle riesig – immerhin hat es 20 Jahre von der Idee bis zur Verwirklichung gedauert“, sagt Stefan Veth (CDU). Der Bürgermeister spricht für all die vom Verkehrslärm geplagten Menschen – vor allem im Ortsteil Dannstadt. Denn wegen ungünstiger Anbindung an Fernstraßen hat sich der Pfalzmarkt-Lieferverkehr bislang hauptsächlich durch ihre Hauptstraße bewegt – obwohl der auf Mutterstadter Gemarkung steht. Gebaut wurde er vor über 25 Jahren. Heute ist er der größte Gemüseumschlagplatz in der Pfalz, von seinem 220.000 Quadratmeter großen Gelände rollen täglich bis zu 250 Lastwagen. „Für unsere Landwirte ist es ohne Frage toll, dass sie den Großmarkt vor der Tür haben, aber für die Anwohner ist im Laufe der Jahre die Lärmbelastung immer weiter gewachsen“, sagt Veth. Er ist aber gute Dinge, dass die Gemüselaster bald den Direktanschluss nutzen – spätestens, wenn die neue Route in die Navigationsgeräte eingepflegt sei.