Rhein-Pfalz Kreis Bäcker, Bellen, kahler Kreisel

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Fussgönheim. Wenn die RHEINPFALZ auf Reisen geht, lacht zwar nicht unbedingt der Himmel, aber Regen ergießt sich wenigstens auch keiner über dem „Redaktion-vor-Ort“-Stand in Fußgönheim. So sind doch einige Menschen gekommen, um mit uns über ihre Zeitung zu plaudern, über die WM zu fachsimpeln und sich über bellende Hunde oder einen kahlen Kreisel zu beklagen. Gelacht wurde auch – den Wolken am Himmel zum Trotz.

Doris Kunz und Ute Schneider haben sich gemeinsam auf den Weg gemacht, um ein Problem vorzubringen, das sie beide betrifft: Die Hundepension in ihrer Nachbarschaft. Die beiden wohnen gegenüber der Rhein-Haardtbahn-Haltestelle und hören dort deutlich das Bellen der Hunde, die auf einem Gelände hinter dem Aldi-Markt gehütet werden. „Wir wissen, dass es ein Gutachten gibt und die Hunde die zulässige Lautstärke nicht überschreiten – aber es macht uns trotzdem fertig“, sagt Doris Kunz. Ihre Nachbarin erklärt auch warum: „Wissen Sie, wir hören die Autobahn, die Rhein-Haardtbahn – aber das sind gleichmäßige oder punktuelle Geräusche. Die Hunde aber bellen, jaulen, kläffen immer und in den unterschiedlichsten Tonarten. Und in den Sommerferien wird es noch schlimmer.“ Die beiden Frauen hatten eigentlich gehofft, jemanden „von der Politik“ am Stand zu treffen, um ihre Nöte noch einmal vortragen zu können. Denn eigentlich ließe es sich in Fußgönheim gut leben. Doch Bürgermeisterin Marie-Luise Klein ist an diesem Vormittag nur kurz zu sehen – als sie mit dem Fahrrad am RHEINPFALZ-Stand vorbeirauscht. Durch den Vortrag der Frauen entspinnt sich am Stand mit anderen Besuchern eine Diskussion, wie lebens- und liebenswert das Dorf ist, in dem man lebt. „Das Dorf ist wirklich rege – auch kulturell“, sagt Schneider. Die meisten wohnen gerne hier, allerdings beobachten sie seine Entwicklung ganz genau. „Am Kartoffelkreisel tut sich nix, er liegt einfach brach. Den könnte man doch so schön gestalten“, wirft jemand ein. Nicken. Dann wird von dem Tag erzählt, an dem plötzlich die riesige Kartoffelskulptur in der Mitte der Insel stand, die dem Kreisel seinen Namen gab. Die Runde lacht. Wolfgang Mark, der übrigens findet, dass zu viel über Schifferstadt berichtet wird, spricht die Einkaufssituation im Dorf an: „Zum Glück haben wir noch den Aldi.“ Als er vor Jahren mit seiner Frau nach Fußgönheim gezogen sei, habe es sogar noch ein Textilgeschäft, einen Haushaltswarenladen und einen richtigen Bäcker gegeben. „Für junge Menschen ist der Einzelhandel ja noch gut zu erreichen“, sagt Ilse Horn, die mit ihrem Mann Kurt auf eine Tasse Kaffee vorbeigekommen ist. „Aber je älter man wird, desto schwieriger wird es.“ Die beiden sind vor zirka sieben Jahren von Ludwigshafen nach Fußgönheim gezogen. „Wir haben damals geschaut, welche Geschäfte es hier gibt. Da war die Situation noch anders.“ Beobachtet wird von den Bürgern aber auch, was mit dem Kerweplatz passieren soll und die Entwicklung hinter der protestantischen Kirche. Altersgerechte Wohnungen sollen dort entstehen, erzählt eine Ellerstadterin, die wieder in ihre Heimat Fußgönheim zurück möchte. Sie wartet gespannt darauf, dass sich dort etwas tut. Doch aktuell scheint man über die Planungsphase noch nicht hinaus zu sein. Die tägliche RHEINPFALZ-Lektüre darf als Thema am Stand natürlich nicht fehlen. „Wir sind zufrieden“, lautet der Tenor. „Im Großen und Ganzen kann man euch ein Lob aussprechen“, sagt Doris Kunz. „Nils Nager ist klasse“, fügt Nachbarin Ute Schneider an. „Meine Enkel schneiden ihn immer aus.“

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