Rhein-Pfalz Kreis RHEINPFALZ Plus Artikel Ausstellung: Im Mutterstadter Rathaus ist schon Frühling

Früher hatte die Böhler Künstlerin Anke Oswald rote Haare, heute dominiert Rot in ihrem Bildern.
Früher hatte die Böhler Künstlerin Anke Oswald rote Haare, heute dominiert Rot in ihrem Bildern. Foto: acl

Auch wenn Rot in den Werken der Böhler Künstlerin Anke Oswald dominiert, ihre Bilder sind wie ein intensiver Farbenrausch. Derzeit sind diese im Mutterstadter Rathaus zu sehen, die Ausstellung ist vergangenen Freitag eröffnet worden. Es sind Landschafts- und Blumenbilder, mal gegenständlich, mal abstrakt.

Auf drei Etagen im Atrium des Mutterstadter Rathauses zeigt Anke Oswald 51 ihrer farbintensiven Bilder, in denen mit Rot eindeutig die Lieblingsfarbe der 58-Jährigen dominiert. Nach 2011 ist dies ihre zweite Ausstellung in Mutterstadt. „Damals hatte ich noch rote Haare, heute sind meine Bilder rot, so ändern sich die Zeiten“, scherzt Anke Oswald, war aber dennoch ein wenig aufgeregt: „Auch wenn ich schon oft ausgestellt habe, ist es doch immer wieder spannend für mich.“

Geboren in Böhl, kam Anke Oswald in den 1980er-Jahren zur Malerei und beschäftigte sich zunächst mit Bauernmalerei. Es folgte eine malerische Schaffenspause, in der sie sich handwerklich-künstlerisch betätigte. „2004 packte mich dann wieder das Malfieber.“ Autodidaktisch setzte sie sich mit unterschiedlichsten Materialien und Techniken auseinander, bevor sie in einem Malkurs bei Bernd Klimmer in Kaiserslautern ihre Leidenschaft für die Acrylmalerei entdeckte. Dies spiegeln auch die Bilder in der Mutterstadter Ausstellung wieder, die überwiegend in Mixed-Media- und Acryltechnik auf Leinwand, Keilrahmen oder Aquarellpapier ausgeführt sind. Seit 2018 findet man die Künstlerin und ihre Bilder in „Ankes ARTlier“ im Kreativhaus H6 in Böhl-Iggelheim.

Gemalte Lebensfreude pur

Landschafts- und Blumenbilder sind die häufigsten Motive in den Bildern von Anke Oswald. Wiesen, Mohnblumen und Magnolien bringen einen Hauch von Frühling in das Mutterstadter Rathaus. „Aus allen Bildern strahlt Lebensfreude“, beschreibt Ramona Grätz von der Volkshochschule Mutterstadt in ihrer Einführung die Werke.

Ausdrucksstark, mit kräftigen Farben, mal gegenständlich, mal abstrakt sind ihre Motive. Zu sehen sind Landschaften, die Raum lassen für Fantasie. Aber auch das Leben einer Großstadt hat sie eingefangen wie auch das Ambiente eines südländischen Dorfs. Bemerkenswert ist auch das einzige „nicht farbige“ Bild: eine Schneelandschaft, die durch einige Vögel und einen am Horizont verschwindenden Weg allein durch Weiß- und Graustufen lebt und in dem sich Zeit und Raum aufzulösen scheinen. Als Kontrast dazu in Blau und Rot gehaltene Gemälde von Landschaften oder Dörfern; oder die rein abstrakten Bilder, die durch einen großen Kreis geprägt werden. Dabei spielt Anke Oswald auch mit Materialien: Bei zwei in Erdtönen gehaltenen Werken tritt das Motiv gleich einer Reliefkarte aus dem Bild hervor.

„Lassen sie sich verzaubern“, forderte Ramona Grätz die Besucher der Vernissage auf, rund 70 sind zur Ausstellungseröffnung gekommen. Dazu passend spielte Rainer Kröhn mal temperamentvolle, mal meditative Gitarrenmusik zum Träumen. acl

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Die Ausstellung ist noch bis zum 22. November im Rathaus Mutterstadt, Oggersheimer Straße 10, während der Öffnungszeiten, Montag und Dienstag, 8 bis 12 sowie 13.30 bis 16 Uhr, Mittwoch von 8 bis 12 Uhr, Donnerstag von 8 bis 12 sowie 13.30 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 12.30 Uhr zu sehen.

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