Rhein-Pfalz Kreis Alle Boxautos sind besetzt
«Neuhofen.» Seit Samstag bestimmt die „Neiheffer Kerwe“ das Ortsgeschehen. Bis Mittwoch, 3. Oktober, kann hier noch gefeiert, geschlemmt, genascht und gerockt werden. Kulinarischer Höhepunkt ist der traditionelle Schweinepfeffer, der am heutigen Kerwemontag in verschiedenen Gaststätten angeboten wird.
Strahlende Herbstsonne auf dem Partnerschaftsplatz in Neuhofen , dazu die swingenden Klänge des TuS-Musikzugs. Zur Kerweeröffnung am Samstag ist alles wie aus dem Bilderbuch. Und auch Bürgermeister Ralf Marohn (FDP) zeigte sich zufrieden. Die Kerwe biete für jeden etwas – und sein Bemühen, die Feste in Neuhofen lebendiger und attraktiver zu gestalten, trage Früchte. Auch die Sorge, „seine“ Kerwe müsse diesmal ohne Getränke- und Essensversorgung auskommen, blieb durch das kurzfristige Einspringen von Familie Mönnig aus Bad Kreuznach mit ihrem Grillstand und dem Getränkestand der Firma Scholz unbegründet. Zum „Prost“, traditionell mit Rotwein, erhoben viele Gäste auf dem gut gefüllten Festplatz ihr Glas. Schon um 14 Uhr gab es einen Sektempfang vor dem Rathaus. Dann startete eine 55-köpfige Gruppe mit beflaggten Fahrrädern zum zweiten Mal nach ihrer Wiedereinführung die Rundfahrt durch den Ort. Erster Halt war die Pasta-Bar und Wein-Lounge Vero, in der Inhaber Julian Constantin den Radlern gedünstete Zucchiniraspel auf knuspriger Bruschetta anbot. Weiter ging es ins Fitnessstudio Lieser. Dort wurde die Drahtesel-Mannschaft mit gegrillter Bratwurst empfangen. Und im Vereinshaus des Roten Kreuzes servierten der Ehrenvorsitzende Helmut Göllinger und dessen Team Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. „Es ist schön, wenn eine Tradition wiederbelebt wird und dann noch so gut ankommt“, bilanzierte Marohn und hob die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Teilnehmerzahl hervor. „Sehr angenehm“ beschrieb auch Helmut Spindler, Pfarrer in Rente und jetziger Tai-Chi-Lehrer, das Radeln. Er könne sich allerdings noch ein paar mehr Stationen und längere Distanzen vorstellen und sehe darin die Chance, Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges im Ort zu verbinden. „Locker, schön und gut“, beschrieb der ehemalige Geschäftsinhaber Peter Naegele die Fahrt und die Möglichkeit zum zwanglosen Austausch. Auf dem Platz angekommen freute er sich: „Hier ist es toll und voller Leben.“ Am Abend übernahm die Partyband Festzeltkommando ihrem Namen entsprechend in Dirndl, Lederhosen und Camouflage das Kommando, und schon nach kurzer Zeit war das Publikum in Bewegung – auf der Tanzfläche und schunkelnd in den Bänken. Auf Tuchfühlung ging es derweil auch beim Autoskooter, hier war kein Boxauto mehr frei.