Rhein-Pfalz Kreis Abwasser- und E-Werk sind gut aufgestellt
«Dannstadt-Schauernheim.» Die wirtschaftliche Lage des Abwasser- und des Elektrizitätswerks der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim ist sehr gut. Das bestätigte der Wirtschaftsprüfer am Dienstag im Verbandsgemeinderat. Der Rat segnete die entsprechenden Jahresabschlüsse für 2017 einstimmig ab.
„Große Überraschungen gibt es keine. Um beide Betriebe ist es gut bestellt“, sagte Stefan Veth (CDU), Bürgermeister der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim, einführend. Wirtschaftsprüfer Harald Breitenbach vom Büro Dr. Burret in Ludwigshafen bestätigte diese Aussage. Ihm zufolge erwirtschaftete das Abwasserwerk im vergangenen Jahr einen Gewinn von 177.000 Euro. Dieser wird der allgemeinen Rücklage zugeführt. Das seien zwar gegenüber dem Vorjahr rund 130.000 Euro weniger, doch 2016 sei ein Ausnahmejahr gewesen und das 2017er-Ergebnis daher dennoch sehr gut. Wie Breitenbach weiter erläuterte, investierte das Abwasserwerk 766.000 Euro in das Kanalnetz und die Hausanschlüsse. Als größere Projekte nannte er die Arbeiten in der Wielandstraße im Ortsteil Schauernheim für 235.000 Euro sowie in Dannstadt in der Lessing- und der Goethestraße für 172.000 und 76.000 Euro. Zudem sei für 94.000 Euro ein neuer Teleskoplader angeschafft worden. Ein weiteren Punkt für das Ergebnis: Die Umsatzerlöse sind gesunken. So habe der Rat zwar die Schmutzwassergebühr um zehn Cent erhöht (plus 63.000 Euro), zugleich seien aber 80.000 Kubikmeter weniger angefallen (minus 68.000 Euro) und die Kostenerstattungen der Straßenbaulastträger um 50.000 Euro zurückgegangen. „Die Gebührenbelastung der Bürger ist mit 126,89 Euro im Jahr deutlich unterdurchschnittlich“, sagte der Experte. Der Landesdurchschnitt liege bei einer Pro-Kopf-Belastung zwischen 160 und 170 Euro. Die Eigenkapitalquote sei mit 96 Prozent ebenfalls sehr gut. Sein Fazit: „Die Hausaufgaben wurden gemacht.“ Das Abwasserwerk stehe gut da und sei für anstehende Investitionen gewappnet – vor allem die Sanierung der Kläranlage für mehrere Millionen Euro (wir berichteten). Vor diesem Hintergrund erinnerten Veth und CDU-Fraktionschef Johannes Kupper daran, dass die Gebühren auf diesem niedrigen Niveau nicht zu halten seien. Seitdem das E-Werk 2013 sein Versorgungsnetz an die Energie Dannstadter Höhe GmbH (EDH) ausgelagert hat, vertreibt es den Strom nur noch und erwirtschaftete im vergangenen Jahr 440.000 Euro Gewinn – 52.000 Euro weniger als 2016, was auch hier laut Breitenbach ein gewisses Rekordjahr darstellte und deshalb trotzdem ein sehr gutes Ergebnis sei. Die drei wesentlichen Gründe für diese Entwicklung seien eine gesunkene Vertriebsmarge, höhere Ausschüttungen der EDH und eine geringere Steuerbelastung. Die Eigenkapitalquote sei mit 83,4 Prozent auch bei diesem Eigenbetrieb der Gemeinde sehr gut. Der Gewinn wird an die Ortsgemeinden Dannstadt-Schauernheim, Hochdorf-Assenheim und Rödersheim-Gronau ausgeschüttet. Kupper bezeichnete die nachweislich geordneten Verhältnisse, die erwirtschafteten Gewinne und die vergleichsweise niedrige Belastung der Bürger beziehungsweise Kunden als erfreulich. Eine Ursache für den geringeren Stromverkauf sah er in sparsameren Geräten und besseren Energiespeichern in den Haushalten. Daneben dankte er Werkleitung und Mitarbeitern für ihre tolle Arbeit. Dem schlossen sich FDP und SPD an.