Pirmasens Zwei Spieler sollen noch kommen

PIRMASENS. Aktuell 37 Spieler hat der FK Pirmasens für seine beiden Teams in der Regional- und Verbandsliga, zwei sollen noch dazukommen.
„Wir haben noch Bedarf auf der Sechserposition und im Sturm“, sagt FKP-Teammanager Andreas Kamphues, dem nach eigenen Worten täglich mehrere Spieler von Vermittlern angeboten werden. Unter Zeitdruck sieht er sich nicht: „Wir warten, bis der eine oder andere bereit sind wird, zu unseren Konditionen zu spielen.“ Denn Profifußball ist beim Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar finanziell nicht möglich. Cheftrainer Peter Tretter könnte sich für sein Regionalligateam statt eines Sechsers auch einen Linksverteidiger vorstellen, schließlich ist von den drei Linksverteidigern der Vorsaison, Sascha Hammann, Alexander Ernst und Florian Nellec, nur Hammann geblieben. Kamphues verweist andererseits darauf, dass der regionalligaerfahrene Karsten Schug, ein gelernter Linksverteidiger, nach einem Jahr Verletzungspause quasi ein Neuzugang sei. Beim Trainingsauftakt gestern Abend im Sportpark Husterhöhe fehlte nur Schug, der noch bis Samstag in Urlaub ist. Alexander Heinze muss nach einer Mandeloperation diese Woche noch pausieren. Bis zum ersten Regionalligaspiel am ersten August-Wochenende – der Gegner steht noch nicht fest – wird der FKP fast täglich trainieren oder spielen. In den ersten zwei Wochen üben erste und zweite Mannschaft zusammen, „anschließend wird mehrmals pro Woche getrennt trainiert werden“, informieren Kamphues und Tretter. Das System ist durchlässig. Wer jetzt in der zweiten Mannschaft ist, kann schon bald in den Regionalligakader aufrücken. Kamphues: „Das Trainerteam arbeitet eng zusammen, um sich über Fortschritte oder Rückschritte der einzelnen Spieler auszutauschen.“ Für die erste Mannschaft ist ein Trainingslager vom 25. bis 27. Juli im Waldhotel (gehört den Eltern von Ex-FKP-Spieler Sebastian Kuhnhardt) und im Waldstadion im nordpfälzischen Eisenberg gebucht. Die Regionalliga ist für Tretter ziemliches Neuland. „Die Oberliga kannte ich fast auswendig, in die Regionalliga muss ich mich erst reinarbeiten“, erzählt der 47-jährige A-Lizenz-Inhaber aus Hinterweidenthal. Es sei viel Zeit in Spielbeobachtungen zu investieren. Für Verein, Mannschaft und ihn selbst sei „die Regionalliga eine Herausforderung“. Der FKP habe, so Tretter weitaus geringere finanzielle Möglichkeiten als fast alle Ligakonkurrenten: „Wir haben einen Gesamtetat von etwa 500.000 Euro, von dem rund 100.000 für die Jugend und noch mal 50.000 bis 60.000 für die U23 abgehen.“ Aufgrund des relativ kleinen Etats wird Neuling Pirmasens nach Kamphues’ Einschätzung „von Beginn an gegen den Abstieg spielen“. Ihm sei klar, „dass es schwierige Momente geben wird – aber wann gibt es die beim FKP nicht?“ Taktisch zieht Tretter in Erwägung, vom bisherigen 4-2-3-1-System auf ein 4-3-3 umzustellen. Dann würde er „mit drei Sechsern“ spielen. Natürlich verfolgt er sehr aufmerksam die Weltmeisterschaft in Brasilien, und diese gebe „von den Systemen viel her“. Von den bisher 14 Neuzugängen haben Marco Steil, Dennis Gerlinger und Robin Mertinitz Regionalliga-Erfahrung. Neu beim FKP ist auch Masseur Gunter Werle, der Mario Engwert ablöst und bei zwei Trainingsabenden und bei den Spielen vor Ort sein wird. Neu ist auch ein alter Bekannter. Sebastian Reich (34), 2006/07 in der bis dato letzten Regionalligasaison des FKP bester Torschütze, ist neuer Trainer der in die Verbandsliga aufgestiegenen zweiten Mannschaft.