Pirmasens Zwei Schwestern trumpfen auf
«SCHÖNEBECK.»Riesiger Erfolg für die Schwestern Alisa und Alena Bimber aus Pirmasens-Winzeln bei den U23-Einzelmeisterschaften des Deutschen Kegler-Bunds Classic (DKBC): Nach Bronze im Vorjahr holte Alisa nun Silber, Alena wurde Vierte. Nur ein Kegel mehr bei Alisa Bimber im dritten oder vierten Satz des Finals hätte für sie Gold und für Alena Bronze bedeutet.
Zunächst mussten sich die Bundesliga-Keglerinnen des ESV Pirmasens am Samstagvormittag in den drei Durchgängen (je acht Keglerinnen) der Qualifikation behaupten. Von den 24 Starterinnen erreichten 16 das Viertelfinale. In aller Frühe musste Alisa Bimber auf die Bahn und meisterte ihre Aufgabe mit 566 Kegeln (Rang fünf) mit Bravour. Nicht ganz so problemlos der Einstieg ihrer Schwester Alena, die ihr Spiel mit nur 126 Kegeln eröffnete. Doch ließ sie sich nicht beirren, setzte 140, 153 und 135 Kegel drauf, wodurch sie sich mit 554 Kegeln als Elfte behaupten konnte. Im dritten Durchgang stand Landesmeisterin Michelle Krämer (ebenfalls ESV Pirmasens) nach zwei Bahnen (126/137) auf der Kippe, legte jedoch 150 und 143 Kegel nachlegte, so dass sie mit 556 Kegeln als Neunte auch das Viertelfinale erreichte. Im Viertel- und Halbfinale wurde dann im Punktsystem Frau gegen Frau nach internationalem Spielmodus gekegelt. Nach gutem Auftakt (137:124) gab Krämer gegen Zweitligaspielerin Viktoria Schneider vom ESV Lok Elsterwerda aus Brandenburg die folgenden Sätze mit 138:161, 141:145 und 142:151 ab, schied trotz guter Leistung mit dieser 1:3 (558:581)-Niederlage im Viertelfinale aus. Umgekehrt der Verlauf bei Alisa Bimber, die nach dem 132:153-Auftakt noch mit 3:1 (565:547) gegen Katharina Seuß aus Breitengrüßbach gewann. Alena Bimber musste sich nur in den beiden ersten beiden Sätzen wehren (136:120/146:142), machte dann aber durch 159:116- und 144:134-Satzgewinne kurzen Prozess mit Magdalena Biemüller vom TSV Ebermannstadt. Endstand: 4:0 (585:512). Im Halbfinale am Sonntag erwartete Alena Bimber ein „Kracherduell“ gegen Titelverteidigerin Anna Müller vom SV Pöllwitz, die zuvor mit 617 und 585 Kegeln aufgewartet hatte und bei der U23-WM 2016 mit fünf Medaillen erfolgreichste Keglerin gewesen war. Von all dem ließ sich Alena Bimber nicht beeindrucken, gewann die ersten drei Bahnen mit 161:148, 160:139 und 149:145 und sicherte sich vorzeitig den Finaleinzug. Der letzte Satz (133:139) war bedeutungslos. Insgesamt hieß es 3:1 (603:571) für die ESV-Keglerin. Ihre Schwester Alisa erreichte mit einem 3:1 (572:535) über die Karlstädterin Christina Klein ebenso das Finale der besten vier Keglerinnen. Zwei Schwestern im Finale, eine Medaille war für den ESV damit bereits sicher. Im Finale trafen sie auf U23-Tandem-Weltmeisterin Celine Zenker (Gräfenau-Angstedt) und Franziska Zimmermann (Aulendorf). Die Wertung hier je Satz 4/3(2/1 Punkte. Nach drei Bahnen führte Zenker mit neun Punkten, gefolgt von Alena Bimber (8), Alisa Bimber (7,5) und Zimmermann (5,5). Doch dann fällte Alena Bimber nur 127 Kegel, holte nur noch einen Zähler, wodurch sie punktgleich mit Zimmermann auf dem vierten Platz landete. Alisa Bimber lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Zimmermann, das 148:148 endete. Da beide mit 3,5 Punkten belohnt wurden, schloss Alisa Bimber zu der führenden Zenker auf (beide elf Punkte), doch rettete die Thüringerin mit 577:573 Kegeln den Titel. Pech dass beim allerletzten Wurf ins volle Bild eine Sechs und keine Sieben fiel, sonst wäre Alisa Bimber mit 0,5 Punkten Vorsprung Deutsche Meisterin gewesen. „Natürlich freue ich mich riesig, doch tut es mir leid für meine Schwester, da ich im letzten Wurf ihr noch die Bronzemedaille hätte sichern können“, sagte Alisa Bimber. ESV-Chefin Maria-Luise Weinkauff merkte an: „Ich bin stolz auf unsere Mädels. Wer hätte gedacht, dass wir so toll abschneiden?“