Boxen
Zwei Kämpfer des BC Pirmasens haben große Pläne
Zwei Kämpfer des Boxclubs Pirmasens steigen am Mittwoch in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) bei den deutschen U22-Meisterschaften in den Ring. Ivan Ahapov tritt in der Klasse bis 63,5 Kilo an, Egor Lukianchenko in der 57-Kilo-Klasse. In der Inselhalle werden drei Runden von je drei Minuten Dauer mit je einer Minute Pause geboxt.
Die beiden Ukrainer sind seit 2022 beim BCP und werden von Oleksander Osadchyi und dem Vereinsvorsitzenden Vitali Litz gecoacht. Osadchyi betreut den 19-jährigen Lukianchenko schon seit Kindesbeinen an. Beide Faustkämpfer sind amtierende Südwestmeister. Wie Litz mitteilt, haben beide einen Bundesligavertrag erhalten: „Bei einer Sichtung in Frankfurt haben sie sich durchgesetzt.“ Ab Januar 2025 kämpfen die Wahl-Pirmasenser für den Bundesligisten 1. BC Marburg. Bis dahin lernen sie noch besser Deutsch in Sprachkursen.
Ivan Ahapov, 20 Jahre alt, 1,78 Meter groß und 63 Kilo leicht, hat eine fast makellose Kampfbilanz: 2023 hat er acht Kämpfe bestritten und sechsmal seine teilweise hochkarätigen Gegner geschlagen, darunter auch den damaligen deutschen Vizemeister, Mansoor Rahmatii von der TG Darmstadt. Er selbst wurde 2023 deutscher U22-Vizemeister in der 63,5-Kilo-Klasse. In diesem Jahr hat er sechs Kämpfe bestritten und davon fünf gewonnen. „Mein größter Erfolg dieses Jahr ist der Gewinn der südwestdeutschen Meisterschaft“, sagt er.
Fünfter der U17-WM
Als Mitglied der ukrainischen Nationalmannschaft war er schon Fünfter der U17-Weltmeisterschaft im Leichtgewicht (bis 60 Kilo). Eine ausgefeilte Technik, flinke Beine und boxerische Intuition zeichnen ihn aus. Mit zwölf gemeldeten Teilnehmern, darunter Denis Brill aus Köln, die Nummer eins in Deutschland, ist die 63,5-Kilo-Klasse sehr stark besetzt. Brill hat von 140 Kämpfen 126 gewonnen. Nichtsdestotrotz gibt Litz folgendes Ziel aus: „Egal, wer kommt: gewinnen!“
Vereinskamerad Lukianchenko hat dieses Jahr vier Kämpfe bestritten und alle gewonnen. Auch er ist sehr schnell, schlägt gute Kombinationen und kann flexibel agieren. In seiner Klasse sind sieben Boxer gemeldet. „Jeder kann jeden schlagen“, sagt Litz. Lukianchenko will es besser als im vergangenen Jahr machen. Bei seinem Sieg im Auftaktkampf erlitt er einen Cut am Auge, der genäht werden musste. Der Verbandsarzt ließ ihn daraufhin nicht zum Halbfinale in den Ring steigen. Damit gab’s „nur“ Bronze für den BCP-Athleten.