Pirmasens Wochen der Wahrheit

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Herschberg. Die Fußball-Landesliga nutzt das Osterwochenende zu einigen Nachholspielen. Tabellenschlusslicht SG Eppenbrunn muss gleich zweimal ran: am Samstag beim souveränen Spitzenreiter SV Herschberg (Anstoß: 16 Uhr) und am Ostermontag daheim gegen die SG Hüffelsheim/Niederhausen (Anstoß: 15 Uhr). Der mittlerweile auf den vorletzten Rang abgerutschte SV Hermersberg empfängt am Samstag in einem sogenannten Sechs-Punkte-Spiel den Drittletzten FC Merxheim (Anstoß: 16 Uhr).

An der Tabellenspitze zieht der SV Herschberg einsam seine Bahn. Aus den vier Partien nach der Winterpause holte Herschberg zwölf Punkte und kassierte nur ein Gegentor. „Wir haben ein schweres Auftaktprogramm gut gemeistert“, lobt Herschbergs Spielertrainer Jens Mayer. Im Falle eines Sieges gegen Schlusslicht Eppenbrunn besäße Herschberg bereits elf Zähler Vorsprung auf den Zweiten, Bad Kreuznach. „Auf Kreuznach schauen wir nicht. Wir legen die Konzentration ausschließlich auf uns. Aber natürlich wollen wir am Samstag drei Punkte holen und den Vorsprung ausbauen“, erklärt Mayer. Die Qualität und das Selbstvertrauen habe sein Team. So habe die Mannschaft auch den personellen Engpass am letzten Wochenende weggesteckt. „Die Mannschaft ist total fokussiert und weiß, was sie erreichen kann“, führt Mayer weiter aus. Das Spiel gegen Eppenbrunn sei ein Derby, in dem der Gegner mit aller Macht versuchen werde, dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen. Mayer warnt seine Spieler davor, das Schlusslicht zu unterschätzen. Die Erinnerung an das Hinspiel, als der SVH einen 5:1-Vorsprung fast verspielte und einen knappen 5:4-Sieg über die Zeit rettete, sind noch frisch. Für die SG Eppenbrunn geht es darum, sich anständig aus der Liga zu verabschieden. „Wir sind realistisch. Der Klassenerhalt ist sehr unwahrscheinlich. Es sind noch genug Punkte zu vergeben. Aber wir werden sicher nicht jedes Spiel gewinnen. Die Planungen laufen in Richtung Bezirksliga“, erklärt Eppenbrunns Trainer Ronny Karg. Die Planungen für die kommende Saison sind tatsächlich weit gediehen. Mit Trainer Christoph Weller und den Co-Trainern Sandro Marinello und Kai Hildebrandt (Die RHEINPFALZ berichtete) stehen die wichtigen Personalien fest. Fast alle Spieler haben für die kommende Runde zugesagt. Trotz der aussichtslosen Lage will Eppenbrunn keinesfalls Spiele abschenken. „Wir wollen uns gut präsentieren und uns so teuer wie möglich verkaufen – auch in Eppenbrunn“, stellt Karg klar. Völlig verkorkst läuft die Saison bislang für den SV Hermersberg. Mit Ambitionen, im ersten Tabellendrittel mitzuspielen, findet sich die Mannschaft nach 21 Spielen auf dem vorletzten Platz wieder. Wäre jetzt Schluss, wäre Hermersbergs Ligaverbleib davon abhängig, ob der Tabellenzweite die Relegation zur Verbandsliga schafft. Der drittletzte Platz wäre aktuell sicher, da bis jetzt noch kein Verein aus der Verbandsliga in die Landesliga West absteigen würde. Diesen drittletzten Platz würde Hermersberg mit einem Sieg über Merxheim erklimmen. „Wir haben jetzt drei Heimspiele gegen Merxheim, Nanz-Dietschweiler und Kirn. Da muss sich zeigen, wohin unser Weg führt. Ich habe aber keinen Zweifel daran, dass wir das schaffen“, sagt Hermersbergs Spielertrainer Daniel Meisenheimer über die nun anstehenden Wochen der Wahrheit. Die Mannschaft müsse jetzt Charakter zeigen und gegen Merxheim den Bock umstoßen. Ausgerechnet jetzt muss Hermersberg seinen zweiten Spielertrainer Martin Gries ersetzen. Er brach sich im Training in der letzten Woche den großen Zeh und musste bereits am Sonntag in Meisenheim passen. „Sein Ausfall wiegt schwer. Martin wird noch drei bis vier Wochen fehlen“, so Meisenheimer. Immerhin ist Abwehrspieler Philipp Weishaar nach seinem Kreuzbandriss aus der letzten Saison wieder fit und kam in Meisenheim erstmals zum Einsatz. Der zuletzt verletzte Luigi Canizzo kann ebenfalls wieder spielen. (sep)

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