Montagsumfrage RHEINPFALZ Plus Artikel Wie viele E-Mails schreiben Sie am Tag?

Die E-Mail ist ein wichtiges Kommunikationsmittel geworden.
Die E-Mail ist ein wichtiges Kommunikationsmittel geworden.

Ob und wie viele E-Mails sie heute schreiben oder ob sie vielleicht andere Kommunikationsmittel nutzen, haben wir Passanten in der Pirmasenser Innenstadt gefragt.

Im August 1984 um 10.14 Uhr lief die erste E-Mail in Deutschland ein: „Willkommen in CSNET“, lautete die kurze Nachricht, die die Absenderin Laura Breeden an die Adresse „rotert%germany@csnet-relay.csnet“ schickte. Mehr als 24 Stunden dauerte es, bis sie ankam. Wie sieht die E-Mail-Nutzung heute bei den Pirmasensern aus?

Beruflich läuft bei Charlotte Hammel ohne E-Mails fast gar nichts mehr. „Ich schreibe täglich welche, fast alles wird in den elektronischen Nachrichten übermittelt“, sagt sie. Mehr als 30 Mails seien es bei ihr täglich, allerdings nutze sie auch noch das Telefon für persönliche Kundengespräche. Den Instant-Messaging-Dienst WhatsApp hält Hammel hinsichtlich des Datenschutzes für zu gefährlich, um damit geschäftlich zu kommunizieren.

Charlotte Hammel
Charlotte Hammel

Oliver Gauters Mailverkehr ist sowohl beruflicher als auch privater Natur. „Auf der Arbeit ist es klar, dass man Mails schreibt. Privat kommuniziere ich damit mit Online-Shops und Kundenservices“, erzählt er. Sein mobiles Telefon nutzt Gauter auch zum Telefonieren, als Kind und Jugendlicher hätte der heute 43-Jährige nicht gedacht, dass es etwas anderes gibt als das. „Von E-Mails gehört habe ich das erste Mal in der Schule, das war aber schon im Teenageralter“, erzählt Gauter.

Oliver Gauter
Oliver Gauter

Sandra Wahle hat beruflich ebenfalls viel mit digitaler Post zu tun, eigentlich ist ihr das Telefon aber lieber, wie sie sagt. „E-Mails ersetzen für mich kein persönliches Gespräch. Am Telefon habe ich meinen Gesprächspartner direkt am Ohr und kann 1:1 mit ihm kommunizieren. Das ist für mich eigentlich meist besser“, so Wahle.

Sandra Wahle
Sandra Wahle

Beruflich kommuniziert Rainer Wahle als Servicetechniker ausschließlich über E-Mails. „Ich bin viel draußen im Außendienst unterwegs. Pro Auftrag ergibt das vier Mails. Zum einen kriege ich per Mail einen Auftrag und zum anderen melde ich mich dann zurück, wenn ich ihn erledigt habe“, sagt er. Hinzu kämen noch Berichte über die Aufträge, die Wahle ebenfalls in einer Mail formuliert.

Rainer Wahle
Rainer Wahle

Die Polizistin Annette Schmiegel hat ihre erste private E-Mail 1993 verfasst. „Wir waren spät dran, weil mein Mann sich lange weigerte, überhaupt einen PC ins Haus zu holen“, erzählt sie. Auf ihrer Dienststelle habe es damals noch Schreibmaschinen, Rohrpost und Faxgeräte gegeben. Heute findet sie die Kommunikation per E-Mail weitaus einfacher, wenn auch nicht ganz ungefährlich.

Annette Schmiegel
Annette Schmiegel

„Beruflich schreibe ich tagtäglich Mails, mit meiner Familie sind mir andere Kommunikationswege wichtiger“, sagt Roger Griesbaum. Nervige Spam-Mails seien für ihn ein großes Manko im Hinblick auf die elektronische Kommunikation. Zehn bis 20 dienstliche Mails am Tag sind es, die Griesbaum selbst verschickt, mit seinem Team kommuniziert er aber auch über WhatsApp. „Das ist dann einfacher, weil die Mitarbeiter nicht immer vor Ort sind, ihr Smartphone aber immer dabeihaben“, sagt er.

Roger Griesbaum
Roger Griesbaum
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