Pirmasens Weiterhin als Seelsorger wirken

Hans-Peter Arendt, Kooperator der Pfarreiengemeinschaft Sankt Pirmin, feiert heute seinen 75. Geburtstag. Der langährige Leiter von Maria Rosenberg ( 1992 bis 2010) will weiterhin in der Seelsorge aktiv tätig bleiben.
Schon früh fühlte sich der gebürtige Ludwigshafener zum Priesterberuf hingezogen: „Als Kind wollte ich entweder Pfarrer oder Straßenbahnschaffner werden.“ Er blieb das einzige Kind der Eheleute Paula und Kurt Arendt. Sein Vater, ein Elektriker in der BASF, fiel 1943 im Krieg. „Mit drei Jahren war ich der einzige Mann im Haus.“ Diese vaterlose Zeit habe ihn stark geprägt. Er durchlief die damals typische Jugendzeit als Messdiener, war in der katholischen Jugendarbeit tätig. So gewann der Priesterberuf immer mehr an Bedeutung für ihn. Seine Mutter verdiente damals als Näherin Geld für die kleine Familie hinzu. Wenn es nach dem Willen seiner Gymnasiallehrer gegangen wäre, hätte er Sprachen oder Mathematik studieren sollen, „aber ich spürte den Wunsch, Priester zu werden immer mehr.“ Hin und wieder habe er Zuhause „Messe gefeiert“. Er suchte Klarheit in den Kartagen 1958 im Kloster Münsterschwarzach. Hier fiel der Entschluss, dem Priesterseminar in Mainz beizutreten und ein Theologiestudium aufzunehmen. Zum Priester wurde er im März 1965 in Speyer geweiht. Als im Oktober 2010 Volker Sehy die Leitung von Maria Rosenberg übernahm, wurde Pfarrer Arendt das Amt des Kooperators in der Pfarreiengemeinschaft St. Pirmin übertragen. Neben zahlreichen Gemeindegottesdiensten liegt ein Schwerpunkt seiner Arbeit in den Altenheimen und im Hospiz „Magdalena“. Die Erinnerung an den selig gesprochenen Pfarrer Paul Josef Nardini wach zu halten, sei ihm ein wichtiges Anliegen, sagt er. Gerne übernimmt er auch Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen sowie die damit verbundenen Gespräche mit den Menschen. „Man ist zum Priester geweiht für immer“, betont Monsignore Arendt. Ab September soll ein Nachfolger diese Arbeiten übernehmen. „Ich werde aber hier wohnen bleiben und wo ich gebraucht werde gerne mittun“, versichert der Jubilar. Wie er es seit seiner fast 18-jährigen Tätigkeit auf Maria Rosenberg gewohnt ist, steht er weiterhin für die Begleitung von geistlichen Gruppen, theologische Vorträge und Zeiten der Besinnung zur Verfügung. Viel wichtiger als der Geburtstag heute sei ihm das goldene Priesterjubiläum, das am Ostermontag, 6. April, mit der Gemeinde gefeiert wird, so der Jubilar. Arendt wandert gerne. Ein weiteres Hobby ist das Lesen, besonders mag er Lyrik. Seine Mutter Paula habe viel Zuhause gesungen und so die Liebe zur Musik in ihm geweckt. Heute schätzt er Kompositionen von Mozart und Bach, hat eine Vorliebe für gregorianische Choräle und hört gerne klassischen Jazz. (mt/Foto: Teuscher)