Pirmasens Waldfischbachs Revanche im Finalkrimi

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WALDFISCHBACH-BURGALBEN. Wieder hieß das Finale SG Waldfischbach gegen SV Hermersberg, wieder ging es ins Neunmeterschießen und wieder endete es 7:6. Diesmal hatten aber die Vorjahreszweiten aus Waldfischbach das glücklichere Ende auf ihrer Seite und entschieden die 34. Auflage des Hallenfußball-Turniers der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben in der Burgalben Bruchwiesenhalle für sich.

Das Finale war das Duell zweier Teams, die in den vergangenen Jahren abwechselnd den Titel einheimsten. In der offenen Partie markierte Eugen Stapper mit dem 1:0 für den A-Klassisten den ersten Treffer. Dem 2:0 von Jan Wollenschläger ließ Hermersbergs Jens Kolb fast zeitgleich mit der Halbzeitsirene den Anschlusstreffer folgen. „Eine verdiente Führung des Gegners, der die Räume gut zustellt. Unserem Team merkt man die Unerfahrenheit an, fünf Spieler haben im vergangenen Jahr noch in der A-Jugend gespielt“, meinte Hermersbergs sportlicher Leiter Klaus Dahler in der Halbzeitpause. Unerfahrenheit hin oder her: In Hälfte zwei wurde die Partie rassiger und der Landesligist ging in Führung. Aus der Drehung besorgte Manuel Schütz das 2:2, ehe Timm Dudek das 3:2 nachlegte. Die Führung währte allerdings nicht lange, denn Christian Nikolaus traf postwendend zum 3:3. Nun war Waldfischbach wieder am Drücker. Erneut Stapper traf zum 4:3. Die Halle bebte. Doch noch war der Finalkrimi nicht gelaufen. Mit einer tollen Einzelleistung sorgte Julian Kölsch für das 4:4, den Endstand nach der regulären Spielzeit. Wie schon 2015 ging es ins Neunmeterschießen. Und auch hier machten es die Teams spannend: Am Ende war es dann Eugen Stapper, der den Ball für die Waldfischbacher zum 7:6 im Tor unterbrachte, während Hermersbergs Julian Kölsch vergab. Fast nicht zu halten war Waldfischbachs Sebastian Hawinkels, der den im Urlaub befindlichen Trainer Hagen Burkhart vertrat: „Ich bin völlig fertig. Das war ein wahnsinniges Finale, das eigentlich keinen Sieger verdient hat.“ Enttäuscht war dagegen Fehlschütze Kölsch: „Ich wollte den letzten Neunmeter verwandeln und mein Team im Spiel halten. Nach meinem vierten Tor in der regulären Spielzeit war ich mir so sicher. Schade.“ Weniger spannend ging es im Spiel um Platz Drei zwischen dem SV Burgalben und der SG Heltersberg/Geiselberg zu. Burgalbens Spielertrainer Jannik Östreicher brachte sein Team mit einem Blitztor nach wenigen Sekunden in Führung, die er binnen acht Minuten zur 3:0-Halbzeitführung ausbaute. Im Verlauf der zweiten Halbzeit wurde das Spiel offener, doch wieder war es Östreicher, der den 4:0-Endstand erzielte. „Der Sieg war verdient, man hat meinem Team den absoluten Siegeswillen angemerkt. Der Erfolg gibt uns einen großen Schub für die Rückrunde“, sagte der Spielertrainer. Burgalben hatte es in der Gruppenphase mit dem späteren Turniersieger SG Waldfischbach zu tun. Trotz größerer Spielanteile des Ortsrivalen ging der SV Burgalben in einem ruppigen Spiel mit 1:0 in Führung. Dank zwei Toren innerhalb von 30 Sekunden rückte die SG die Hierarchie kurz vor Ende aber wieder zurecht. Nachdem der Vorjahreszweite im ersten Spiel den SV Hermersberg II mit 5:2 geschlagen hatte, folgte der krönende Abschluss: ein 14:0-Schützenfest gegen die überforderte SG Heltersberg/Geiselberg II. Der SV Burgalben sicherte sich Platz zwei dank des besseren Torverhältnisses vor dem punktgleichen SV Hermersberg II. Wesentlich enger ging es in Gruppe zwei zu, in der sich Favorit Hermersberg mit sieben Punkten nur über die bessere Tordifferenz (14:2) gegen die punktgleiche SG Heltersberg/Geiselberg (10:5) durchsetzte. Im direkten Duell ging die SG gar zweimal in Führung, doch der SVH konnte jeweils ausgleichen. Dank eines 4:0 gegen die SG Waldfischbach II und des 8:0-Kantersiegs über den SSV Höheinöd reichte es für Hermersberg zu Platz eins. „Das Endspiel war alleine schon das Eintrittsgeld wert. Dramaturgie im Spiel, Zuspitzung im Neunmeterschießen – es enthielt alles, was das Fußballerherz begehrt. Letztlich hat der Glücklichere gewonnen“, meinte der zufriedene Klaus Vatter, Vorsitzender des Veranstalters FV Geiselberg, am Ende des Turniers. Immerhin hatte der Budenzauber am Abend des zweiten Weihnachtstages 350 Zuschauer in die Bruchwiesenhalle gelockt. TURNIER IN ZAHLEN Hallenmeisterschaft der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben: Gruppe 1: 1. SG Waldfischbach I 21:3 Tore, 9 Punkte, 2. SV Burgalben 13:5, 4, 3. SV Hermersberg II 11:8, 4, 4. SG Heltersberg/Geiselberg II 0:29, 0. Gruppe 2: 1. SV Hermersberg I 14:2 Tore, 7 Punkte, 2. SG Heltersberg/Geiselberg I 10:5, 7 3. SG Waldfischbach II 5:7, 4, 4. SSV Höheinöd 4:10, 0. Spiel um Platz 3: SV Burgalben – SG Heltersberg/Geiselberg I 4:0 Finale: SG Waldfischbach I – SV Hermersberg I 7:6 nach Neunmeterschießen Fairnesspokal: SG Heltersberg/Geiselberg, Bester Torhüter: Nico Entenmann, SV Burgalben, Bester Torschütze: Eugen Stapper, SG Waldfischbach, 8 Tore. |ibt

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