Pirmasens Vorbereitung mit Mängeln
«PETERSBERG.» Vom vierten bis zum 19. Spieltag thronte der FK Petersberg an der Tabellenspitze der Fußball-A-Klasse. Aber just im letzten Match vor der Winterpause erlaubte sich das Team um Spielertrainer Patrick Hildebrandt ein 1:1 beim FC Fehrbach II und musste den Platz an der Sonne über Winter an die SG Rieschweiler II abgeben. Am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr) können sich die Petersberger jedoch Platz eins zurückerobern, falls sie beim Re-Start in 2019 ihr Nachhol-Heimspiel gegen den SV Lemberg gewinnen.
„Das Spiel ist wichtig für uns. Wir wollen unbedingt wieder die Tabellenführung übernehmen“, betont Hildebrandt. Er spricht einerseits davon, dass ein Heimsieg „Pflicht“ sei, andererseits glaube er nicht, dass seine Mannschaft die Superserie von neun Siegen in Folge zu Beginn der Saison wiederholen kann. Dagegen spricht auch die nicht optimale Vorbereitung auf die Restsaison. Nicht ein einziges Mal habe Petersberg auf seinem eigenen Rasen trainieren können. Schnee, Glätte und Nässe hätten dies auf dem Grün in dem engen, nicht gerade von der Sonne verwöhnten Tal verhindert. In drei Vorbereitungsspielen suchte der FKP sein eventuell verloren gegangenes Gefühl für den Umgang mit dem Ball. Dabei setzte es drei Niederlagen: 0:1 gegen Bezirksliga-Tabellenführer SV Hermersberg. 1:4 gegen Landesligist SG VB Zweibrücken/SV Ixheim und 1:5 gegen die Regionalliga-A-Junioren des FK Pirmasens. Immer wieder in der Vorbereitung musste Hildebrandt auf etliche verletzte, urlaubende oder aus sonstigen Gründen fehlende Stammkräfte verzichten. „Ich hatte in den drei Spielen nie meine Idealbesetzung zusammen“, klagt Hildebrandt. Gleichwohl habe sein Team „teilweise gut mithalten können“. Wo die Mannschaft tatsächlich stehe, zeige sich erst im Match gegen Lemberg, das zum Saisonauftakt mit 4:1 bezwungen werden konnte. Auf seine beiden Stürmer Christian Hever und Tammi Thomas kann sich Hildebrandt verlassen. Beide haben bislang 16-mal den Ball in des Gegners Kasten untergebracht. Erstaunlich ist dabei die Entwicklung von Thomas, der 2016 von Merzalben nach Petersberg wechselte. Er avancierte sofort zur Stammkraft in Petersberg und schoss im ersten Jahr neun Treffer. In der vorigen Saison waren es sieben Tore. Thomas spielte da, so Hildebrandt, „meist auf der Außenbahn“. Dann übernahm Ex-Oberligacoach Hildebrandt das Team, krempelte das Spielsystem um und ließ sein Team mit einem 4-4-2, also mit zwei Stürmern statt mit nur einem, spielen. Thomas machte einen Riesenschritt nach vorne, hat jetzt schon sieben Tore mehr als in der gesamten Vorsaison erzielt. Das Programm Samstag, 16 Uhr: TuS Leimen - SG VB Zweibrücken/Ixheim II Sonntag, 14.30 Uhr: TuS Maßweiler - TV/SC Hauenstein II, FC Dahn - FK Clausen, SV Großsteinhausen - SV Ruhbank Sonntag, 15 Uhr: FK Petersberg - SV Lemberg.