Pirmasens Vorbereitung auf die Europameisterschaften
DAHN. Bei seiner 42. Auflage am Karsamstag und Ostersonntag in der Pfaffendölle steht das internationale Feld- und Jagdturnier der Dahner Bogenschützen erstmals unter der Regie des neuen Vorsitzenden Jochen Riehm.
Nachdem Franz Schreiner, langjähriger Chef der Dahner Bogenschützen und Organisator der Weltmeisterschaften 2010, ins zweite Glied gerückt ist (wir berichteten), zeichnet Riehm, der bisherige zweite Vorsitzende, für das erste Freiluftturnier der Saison verantwortlich. Er rechnet mit 400 Teilnehmern. Viele namhafte Bogenschützen nutzen das anspruchsvolle, in ganz Europa bekannte Turnier als Vorbereitung auf die Europameisterschaften der Feldbogenschützen vom 28. Juli bis 5. August in Hohegeiß im Landkreis Goslar. Am Start ist auch wieder Henrik Hornung, der im Vorjahr mit 552 Ringen in der Bogenklasse „Compound unlimited“ am ersten Tag bei der Feld- und Jagdrunde so treffsicher war wie der Gesamtsieger aus den Niederlanden, Thomas van Eil, der 2014 mit 1100 von maximal 1120 möglichen Ringen den Osterturnier-Rekord aufgestellt hatte. „Routiniert und souverän wird auch der langjährige Botschafter des Feldbogensports, Heinz Clauter aus Otterstadt, bei den Blankbogenschützen alles daran setzen, um an seine Erfolge aus den vergangenen Jahren, wieder anzuknüpfen“, verspricht Riehm zwei spannende Wettkampftage, die jeweils um 9 Uhr beginnen. Geschossen wird in Gruppen von etwa sechs Schützen, für die ein „Scheiben-Käpt’n verantwortlich zeichnet, auf zwei Parcours, die mit den Farben Rot und Weiß gekennzeichnet sind. „Allen Parcours ist gemeinsam, dass sie durch ihre vielen Berg- und Talschüsse sehr schwierig sind“, erklärt Riehm. Insbesondere die Feld- und Jagdrunde am Karsamstag erfordert viel Kraft und Ausdauer von den Schützen. Hier werden auf 28 Scheiben je vier Schuss abgegeben. Je nach Altersklasse und Bogentyp sind die unterschiedlichen Entfernungen mit Pfahlblöcken gekennzeichnet. 61 Meter beträgt die weiteste Distanz. Die Tierbildrunde am Ostersonntag ist hingegen entspannter zu bewältigen. Hier reicht unter Umständen schon ein Pfeil pro Ziel, wenn er trifft. Gewertet wird in bis zu 35 unterschiedlichen Klassen, je nach Bogentyp, Geschlecht und Altersklasse. Riehm: „Wir ermöglichen einem breitgefächerten Starterfeld die Teilnahme an einem der populärsten Turniere.“ Die beiden Parcours rund um den Jugendzeltplatz wurden von den Dahner Bogenschützen wieder in langer und intensiver Arbeit instandgesetzt. Zur Sicherheit der Wanderfreunde und der Bogenschützen ist der Premiumwanderweg „Felsenpfad“ im Bereich Schillerfels und Pfaffenberg an beiden Wettkampftagen gesperrt. Eine Umleitung sei, so Riehm, eingerichtet und ausgeschildert. Während des Wettkampfs werde zur Gewährleistung der Sicherheit Aufsichtspersonal an den Einstiegspunkten platziert. Für das leibliche Wohl der Gäste ist im Vereinsheim der Bogenschützen in der Pfaffendölle gesorgt. Interessierte Zuschauer können sich dort melden und werden dann zu einzelnen Scheiben geleitet.