Pirmasens „Vollkommen unvollkommen“

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Die Dahner Kreisgalerie betritt mit der nächsten Ausstellung wieder künstlerische Pfade, die etwas abseits des Üblichen liegen. Der Vorderpfälzer Jürgen Braun bringt aus Neuhofen bei Limburgerhof objekthafte Malerei und Radierungen mit, die zwischen Figuration und Abstraktion schwanken. Die Vernissage beginnt morgen um 11 Uhr.

In der Kreisgalerie war Braun bereits 2004 zu sehen. Damals war der 1947 in Mannheim geborene Künstler noch als Kunsterzieher tätig. Seit 2007 ist er komplett freier Künstler und die Besucher der Kreisgalerie dürfen sich auf die Wandlung freuen, die er sich durch den Zeitgewinn und die größere künstlerische Freiheit verschaffen konnte.

Im Kunstbetrieb ist Braun seit 1977 mit Ausstellungen präsent und das nicht nur in Deutschland, sondern regelmäßig auch in Schweden, wo er seit 20 Jahren einen zweiten Wohnsitz hat. Seine künstlerische Ausbildung erhielt er in den 70er Jahren an der Mainzer Universität, als dort noch der Schwerpunkt auf der Kunsterzieherausbildung lag. Neben seiner Tätigkeit als Kunsterzieher betätigte sich Braun als Dozent für Druckgrafik bei der BASF und in der Erwachsenenbildung. An Preisen gewann er unter anderem den großen Kunstpreis und den Perron-Förderpreis der Stadt Frankenthal sowie den Grafikpreis des Kreises Ludwigshafen.

Seine künstlerische Arbeit umfasst viele Radierungen, die oft als Landschaften mit erzählenden Elementen gestaltet werden und nur durch eine Horizontlinie bestimmt sind. Hügel, Bootsformen und Strichbündel dienen immer wieder als erzählerisches Element. Dazu arbeitet er intensiv an einer Art Malerei, bei der er das Tafelbild durch Collagen in den Raum aufbricht. Die Malerei wird wie ein Fundstück in entsprechenden Bildkästen präsentiert. Als Titel der Ausstellung hat er „Vollkommen unvollkommen“ gewählt.

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