Pirmasens Verletzungspech, Formtiefs und Abstimmungsprobleme

PIRMASENS. Als Titelfavorit ist der MTV Pirmasens in die Saison gegangen, doch nach fünf Spieltagen in der Fußball-A-Klasse liegt der Bezirksliga-Absteiger mit nur fünf Punkten auf Rang zehn. „Alle erwarten mehr von uns. Keiner ist zufrieden. Das ist ein klassischer Fehlstart“, bekennt MTV-Spielleiter Christian Ross.
Einem 4:0-Erfolg gegen Contwig zum Saisonauftakt folgten zwei Unentschieden beim SV Hochstellerhof und beim SV Hermersberg II, das ernüchternde 0:4 gegen Tabellenführer FC Dahn und zuletzt eine 1:4-Heimschlappe gegen den FC Fischbach. Und so setzten sich am Montagabend Spieler, Trainer und Spielleitung zusammen und versuchten analytisch eine Erklärung für bereits zehn Punkte Rückstand auf Dahn zu finden. „Uns fielen und fallen mit Dominik Dahl, Christian Zarbel, Marc Dully und Heiko Bzducha vier zentrale Spieler aus“, nennt Ross einen Hauptgrund. Spielertrainer Bzducha verletzte sich gar so schwer an der Schulter, dass er wohl im Verlauf dieser Runde nicht mehr auflaufen kann. Dann spricht Ross von Abstimmungsproblemen im Team, schließlich seien acht Spieler von verschiedenen Vereinen, die sich nicht kannten, neu hinzugekommen. Da laufe noch nicht alles reibungslos. Zudem seien einige Spieler bislang hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben: „Die spielen noch nicht das, was sie können.“ Zuweilen werde „zu kompliziert“ gespielt. Und: „Vielleicht haben wir noch nicht die richtige Formation gefunden“, sinniert Ross. „Da brauchen wir wohl noch bis Oktober“, mutmaßt der Spielleiter. Die Titelkonkurrenten Ixheim und Dahn seien derzeit besser aufgestellt, weil sie über eingespielte Teams verfügten. Den Trainern Zarbel und Bzducha sei kein Vorwurf zu machen. Sie würden alles tun, um die Elf nach vorne zu bringen. Schließlich wird beim MTV dreimal in der Woche trainiert und somit einmal mehr als in den meisten anderen Vereinen. Doch stehe diese Trainingsintensität in „keinem Verhältnis zur Leistung“. Mängel im Abschluss kamen dazu. Beim 1:4 gegen Fischbach hätte seine Mannschaft „mit 3:0 führen müssen, ehe die zum ersten Mal auf unser Tor geschossen haben“, berichtet Ross. Auch bei den beiden Unentschieden auf dem Hochstellerhof und bei Hermersberg II seien Großchancen nicht in Tore gemündet. Ross: „Nur im Spiel gegen Dahn waren wir nicht die bessere Mannschaft gewesen.“ „Wir dürfen nun nicht die Ruhe verlieren“, fordert Ross. Der Fokus dürfe zudem nur auf den nächsten Gegner gerichtet werden. Und der wartet am Sonntag (15 Uhr) in Ruppertsweiler. Der 6. Spieltag Freitag, 19 Uhr: Waldfischbach - Bottenbach. Samstag, 18 Uhr: Hermersberg II - Ixheim, FC/VfB Münchweiler - Weselberg. Sonntag, 15 Uhr: Fischbach - Leimen, Dahn - Contwig, Ruppertsweiler - MTV Pirmasens, Hochstellerhof - Knopp. Sonntag, 16 Uhr: Battweiler - Petersberg. (ig)