Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TS Rodalben: Goll und Hubele hören auf

Gehören künftig nicht mehr zum TSR-Kader: Torhüter Pascal Glöckner und Jonas Goll.
Gehören künftig nicht mehr zum TSR-Kader: Torhüter Pascal Glöckner und Jonas Goll.

Nach zwölf Niederlagen in Serie ist den Handballern der TS Rodalben mal wieder ein Sieg in der Pfalzliga gelungen. Durch einen ganz starken Auftritt gewann der Absteiger mit 36:32 (16:17) gegen den Tabellensiebten TV Wörth. Vor dem Anpfiff wurden zwei wichtige Personalentscheidungen bekannt.

„Ende gut, alles gut. Wir haben vor unserem tollen Publikum, das uns permanent nach vorne gepeitscht hat, alles gegeben. Die Jungs haben alles aus sich rausgeholt und bis zum Umfallen gekämpft“, schwärmte TSR-Trainer Mirko Pesic nach dem Spiel.

Vor dem Spiel verabschiedete Handball-Abteilungsleiter Romi Hirtle unter großem Applaus und mit viel Wehmut neben Pascal Glöckner, dessen Wechsel zum Oberligisten VTZ Saarpfalz schon länger feststand, auch Kapitän Max Hubele und Rückraum-Leistungsträger Jonas Goll. „Wenn es auch schwerfällt, ich muss vernünftig sein. Ich habe 24 Jahre die Knochen hingehalten und wurde dreimal am Knie operiert“, erklärte Hubele das Ende seiner Handball-Karriere. Goll führte private Gründe an. Er betonte: „Die fünf Jahre bei der TSR waren eine geile Zeit. Ich werde viele vermissen.“

Die TSR ging ohne den erkrankten Hendrik Matheis in die Partie, hatte daher neben dem nur für Siebenmeter auf die Spielfläche kommenden Max Hubele nur Jugend-Feldspieler auf der Ersatzbank. Doch die Gastgeber starteten selbstbewusst, spielten gegen die 5-1-Deckung der Südpfälzer schöne Tore heraus und lagen nach einem Treffer von David Saradeth in der sechsten Minute mit 5:3 vorne. Tolle Anspiele an den Kreis auf Saradeth führten immer wieder zum Erfolg. So auch in der zwölften Minute, als Leif Schäfer den Kreisläufer bediente, der mit seinem bereits fünften Treffer für das 8:7 (12.) sorgte.

Danach wechselte Pesic den Torhüter. Für den glücklos agierenden Pascal Glöckner kam Frederik Brödel, der sich gleich mit einem gehaltenen Siebenmeter auszeichnete (14.) und im weiteren Verlauf mit 15 Paraden zum großen Rückhalt seines Teams wurde.

Dann stellte Wörth um, verteidigte nun meist mit zwei vorgezogenen Spielern, störte so das Offensivspiel der TSR empfindlich. 11:12 stand es nach 23, 16:17 nach 30 Minuten. In der Halbzeitpause unterhielt das „Gym & Dance Team“ mit einer aufregenden Show und tollen Flugeinlagen das Publikum. Die Pause nutzte Pesic zur Analyse und zum Besprechen der Abwehrfehler.

Zurück auf dem Spielfeld war seine Truppe sofort hellwach. Sven Köllermeyer besorgte mit zwei Treffern die 18:17-Führung. Nach dem 23:22 (38.) legten Köllermeyer und Goll nach , und Brödel war kaum noch zu überwinden. Der Vorsprung betrug nun meist drei Treffer. Obwohl die Rodalber bis auf zwei kurze Phasen durchspielten und Wörth zwischenzeitlich mit total offener Deckung agierte, hielten sie das Tempo hoch und blieben – angefeuert vom glänzend mitgehenden Publikum – am Drücker. Den Schlusspunkt setzte Saradeth mit seinem siebten Tor zum 36:32.

„Mein Respekt! Die TSR hat bombig gespielt und verdient gesiegt“, sagte Wörths Trainer Frank Schindler.

SO SPIELTEN SIE

TS Rodalben: Glöckner, 12.-57. Brödel - Köllermeyer (8), Goll (2), Schäfer (7) - Haury (2), Tim Hubele (7) - Saradeth (7); Max Hubele (3/3), Potrony, Bäsel

Spielfilm: 7:5 (9.), 10:9 (18.), 12:13 (25.), 16:17 (Halbzeit), 22:21 (37.), 26:24 (44.), 30:27 (50.), 32:30 (55.), 36:32 (Ende) - Zeitstrafen: 2 - 3 - Siebenmeter: 3/3 - 10/9 - Beste Spieler: geschlossene Teamleistung - Fuhrmann, Leukert, Scherrer - Zuschauer: 160 - Schiedsrichter: Marion Schwibinger/Rainer Schwibinger (TV Hagenbach).

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