Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TS Rodalben gewinnt auch zweites Pfalzligaspiel

Eines der zwölf Tore des neuen TSR-Spielers Tobias Wächter ist unterwegs. Iggelheims Keeper Max Schwarzer streckt sich vergeblic
Eines der zwölf Tore des neuen TSR-Spielers Tobias Wächter ist unterwegs. Iggelheims Keeper Max Schwarzer streckt sich vergeblich. Im Hintergrund schaut der beste MSG-Werfer, Lennart Hoffmann, zu.

Die Handballer der TS Rodalben haben sich auch an Spieltag zwei nach dem Aufstieg in die Pfalzliga dort konkurrenzfähig gezeigt und ein lange umkämpftes Spiel gegen die MSG Iggelheim/Meckenheim mit 29:24 (13:13) für sich entschieden.

„Wir hatten Probleme, in unser gewohntes Spiel zu finden, vor allem im Tempospiel“, erklärte Rodalbens Trainer Sebastian Wächter. In der TSR-Halle hatte der Gast die Anfangsphase dominiert. Nach zehn Minuten stand es 2:5. Während Wächter mit seiner Abwehr unzufrieden war, ihm Disziplin und Zugriff fehlten, sah er aber, dass im Angriff die Außen immer wieder gut eingesetzt wurden. Einzig: Die Trefferquote seines Bruders Tobias war zunächst ganz schlecht.

Herrlicher Kempa-Trick

Dennoch kämpfte sich sein Team heran, weil Tobias Wächter immerhin bei den Strafwürfen sicher war und Jonas Goll nach seiner Einwechslung als Mittelmann sofort Akzente setzte. Mehrfach wurden MSG-Führungen egalisiert, doch der TSR wollte einfach keine eigene Führung gelingen. Immer wenn die Chance bestand, wurde der Abschluss vergeigt. Herrlich aber das 13:13 mit dem Schlusssignal der ersten Hälfte, ein Kempa-Trick von Jonas Baumgart auf Goll.

Der zweite Teilabschnitt begann wie der erste: mit einem Drei-Tore-Rückstand (14:17, 35.). Doch dann kamen die Gäste völlig aus dem Tritt. Beim Stand von 16:17 holte sich Esra Eschbach eine Zeitstrafe wegen Meckerns ab. Auch das half der TSR, um das Spiel zu drehen. „Das kostet, weil es dumm war. So etwas darf einem oberligaerfahrenen Spieler nicht passieren, gerade wenn man sieht, dass die Schiedsrichter eine klare Linie haben, auch schon beim Gegner Meckern entsprechend geahndet hatten“, ärgerte sich MSG-Trainer Max Zech.

Ins Rollen gekommen

Die TSR kam immer mehr ins Rollen. Vor allem Tobias Wächter traf nun auch von außen sicher, und als es lief, trugen sich auch andere in die Torschützenliste ein, die zuvor mit unvorbereiteten Verzweiflungswürfen nicht zum Ziel gekommen waren: Leif Schäfer beispielsweise.

Zech, der erst zur Pause in die Halle kam, weil er zuvor noch bei der TSG Haßloch im (ebenfalls verlorenen) Drittliga-Derby gegen Friesenheim/Hochdorf gefordert war, fand an dem für ihn doppelt gebrauchten Abend klare Worte: „Wir haben nicht mehr getroffen, das Spiel über außen eingestellt, hatten auch viel Pech mit Pfostentreffern. Im zweiten Durchgang hat sich meine junge Mannschaft auch von der Kulisse und der hektischen Stimmung beeindrucken lassen, hat sich zu viele Ballverluste geleistet.“

Mehr Unterstützung erhofft

Dabei war Heimtrainer Wächter gerade mit der Kulisse noch nicht gänzlich zufrieden: „Ich habe die Halle schon anders erlebt. Gerade in der ersten Hälfte, als es nicht so lief bei uns, hätte ich mir schon mehr Unterstützung für die Mannschaft erhofft. Als es dann lief, wurde es besser.“ Der Trainer sah das größte Plus am Samstag in der Erfahrenheit seiner Mannschaft, die auch in hektischen Phasen und in Unterzahlsituationen die Ruhe bewahrt habe. „Aber es kommen auch Spiele, die durch unsere jungen Leute und deren Unbekümmertheit entschieden werden.“

Der Trainer fand, dass sich sein Team vor allem an den positiven Aktionen hochgezogen und so das Selbstvertrauen in der zweiten Hälfte gesteigert hatte und so dann die Überhand erringen konnte. Gleichzeitig betonte er: „Wir müssen noch lernen, dass wir auch nach schlechten Aktionen nicht die Köpfe hängenlassen und auch da das Positive rausziehen.“

SO SPIELTEN SIE

TS Rodalben: Heringer, ab 56. Brödel - Jonas Baumgart (3), Matheis, Schäfer (2) - Wächter (12/4), Heß - Saradeth (5); Haury (2), Goll (3), Ludy (2), Hubele

Spielfilm: 2:5 (10.), 5:5 (14.), 8:10 (25.), 13:13 (Halbzeit), 14:17 (35.), 21:18 (45.), 27:20 (55.), 29:24 (Ende) - Siebenmeter: 4/4 - 6/5 - Zeitstrafen: 3:3 - Beste Spieler: Wächter, Saradeth, Goll - Hoffmann, Beckmann - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Kuntz/Möhle (HSG Lingenfeld/Schwegenheim).

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