Pirmasens Trainer Rubeck: In allen Belangen zu wenig

KAISERSLAUTERN. Der SC Hauenstein hat vor den beiden letzten Saisonspielen in der Fußball-Oberliga nur noch vier Punkte Vorsprung auf den FSV Jägersburg, der den ersten möglichen Abstiegsplatz belegt. Während der SVH beim SV Morlautern mit 0:3 (0:1) verlor, gewannen die Saarländer mit 3:1 gegen den FK Pirmasens II.
„Wir sind wieder auf dem Boden der Tatsachen“, sagte Hauensteins Trainer Peter Rubeck nach der doch arg enttäuschenden Vorstellung seines Teams, das noch eine Woche zuvor das Abstiegsduell gegen Arminia Ludwigshafen mit 3:0 für sich entschieden hatte. Doch gegen den vor der Partie einen Platz und zwei Punkte hinter ihr rangierenden SV Morlautern zeigte die Hauensteiner Mannschaft am Samstag ein ganz anderes Gesicht. Dabei hätte sie mit einem Sieg die sportliche Qualifikation für ein weiteres Oberligajahr perfekt machen können. Klar, dass Rubeck nach diesem Auftritt angesäuert war und das auch deutlich zum Ausdruck brachte: „So darf man sich nicht präsentieren. Das war in allen Belangen zu wenig.“ Lediglich in den Anfangsphasen der ersten und zweiten Halbzeit gingen die Gäste energisch zur Sache und zeigten Siegeswillen. Doch diese Aufwallungen verpufften schnell, und der SCH bot danach einen uninspirierten Fußball. So gelang es ihm aus dem Spiel heraus kaum einmal, Morlauterns Abwehrreihe in ernsthafte Verlegenheit zu bringen. Eine Ausnahme bildete die Situation in der 13. Minute, als Andjelo Srzentic im gegnerischen Strafraum nur noch SVM-Keeper Thorsten Hodel vor sich hatte. Doch Hauensteins Rechtsaußen war offensichtlich so überrascht über diese sich ihm bietende Chance, dass er sie nicht nutzen konnte und an Hodel scheiterte. Fünf Minuten später verschuldete Srzentic einen Strafstoß und damit das 0:1. SCH-Schlussmann Malcolm Little flog zwar auf die richtige Seite, doch er konnte den platzierten Schuss des Morlauterer Kapitäns Maurice Roth nicht abwehren. Vor Beginn der zweiten Hälfte bildeten die Hauensteiner Spieler – jetzt mit dem für Jesper Brechtel eingewechselten Abwehrriesen Daniel Klück – einen Kreis und zeigten damit, dass sie die Partie noch drehen wollten. Aber sie entfachten nur ein Strohfeuer. Im Angriff blieben sie harmlos. Bezeichnenderweise resultierte ihre beste Tormöglichkeit aus einem Freistoß. Diesen schoss Marcel Bormeth (75.) aus etwa 25 Metern stramm aufs Tor. Aber auch er vermochte den glänzend parierenden Hodel nicht zu überwinden. Besiegelt war die Niederlage, als der von Ex-FKP-A-Junior Mauro Martin bedrängte Jakub Jarecki bei seinem Klärungsversuch den Schuss von Florian Bicking (81.) zum 0:2 ins eigene Tor lenkte. Damit aber nicht genug: Kurz vor dem Schlusspfiff kassierte der SCH noch das 0:3 durch Roth. „Nun wird es noch mal schwer für uns“, sagte der kämpferisch überzeugende defensive Mittelfeldspieler des SCH, Christopher Fried, nach dem 0:3 im Hinblick auf die Heimpartie gegen Hertha Wiesbach und das letzte Saisonspiel bei Rot-Weiß Koblenz.